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Redaktions-Blog

10:19 Uhr | 29.03.2017

Nun doch nicht?

Tatsächlich hat sich zwischen September 2016 und März 2017 nichts geändert. Schon damals war klar, dass die Stadt Altenburg mindestens 10 Millionen Euro benötigen wird, um eine Landesgartenschau auszurichten. Umso erstaunlicher der Rückzieher des Initiators der Gartenschau, Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf. Jetzt, 40.000 Euro für ein Konzept mit Kostenschätzung später, bestätigen sich in etwa die Zahlen, die Wolfs Parteigenossen Norman Müller, schon im Oktober 2016 in den Raum stellte.
Damit dürfte im Stadtrat am nächsten Donnerstag ein spannender Beschluss zur Landesgartenschau bevorstehen. Dort sollen die Stadträte beschließen, dass sich Altenburg um die rund 40 Millionen teure Schau bewirbt. Der Einreicher dieser Vorlage: Altenburgs Oberbürgermeister. Die Mehrheit im Stadtrat für die Landesgartenschau dürfte dabei sicher sein, nur dass der OB nun die Gartenschau für nicht mehr finanzierbar hält. Zieht er also seine eigene Vorlage am Donnerstag zurück, beerdigt er das Vorhaben gegen den Willen des Stadtrates. Ohne Beschluss verstreicht dann die Bewerbungsfrist für 2024. Lässt er die Vorlage auf der Tagesordnung, so dürfte es eine Mehrheit dafür geben. Wenn dann Altenburg den Wettbewerb noch gewinnt, stehen vor der schönen Schau 2024 der Verkauf von Gesellschafteranteilen, Kreditaufnahme der Stadt, Verkauf von Garagenhöfen oder das Geld der Bürger als Straßenausbaubeiträge ins Haus.
Gewinner ist vorerst zumindest das Weimaer Planungsbüro, welches die Idee an die Stadt herangetragen hat und mit dem 40.000-Euro-Auftrag nach Hause gegangen ist.

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