14:13 Uhr | 27.02.2023
In der 1974 veröffentlichten Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ rekapituliert Heinrich Böll vier Tage im Ausnahmezustand einer jungen Frau: Katharina Blum lernt auf einer Party einen Mann kennen, verbringt mit ihm eine gemeinsame Nacht und findet sich am nächsten Morgen plötzlich im Mahlwerk von Sensationspresse und Obrigkeit wider. Sie steht unter dem Verdacht, dem polizeilich gesuchten Ludwig Götten zur Flucht verholfen zu haben. Polizei und Medien stürzen sich auf sie. Liebe, Flucht, ein kostspieliger Ring, eine junge, unschuldige Schönheit, unbekannte Herren – der Stoff, aus dem Front-Page-Stories gemacht werden. Am Ende wird Katharina so weit getrieben, dass sie zur Waffe greift.
Das Stück ist nun erstmals unter dem Titel „Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann“ am Freitag den 10. März um 19:30 Uhr im Großen Haus Gera zu erleben. Die Inszenierung der Regisseurin Johanna Hasse zeigt die als Pamphlet gedachte Erzählung des Schriftstellers Heinrich Böll gegen die Beschränkung des Menschen bzw. der Frau auf gesellschaftlich definierte Geschlechter- und Rollenklischees sowie gegen Sexismus in der Gesellschaft. Sie betont das Recht auf Menschenwürde und unterstreicht, wie wichtig eine differenzierte mediale Berichterstattung fernab von plumpen Diffamierungen für den einzelnen Menschen ist.
Weitere Termine
SO 12. MRZ 2023 · 14:30 · Großes Haus Gera / FR 17. MRZ 2023 · 19:30 · Großes Haus Gera / DI 21. MRZ 2023 · 10:00 · Großes Haus Gera / SA 25. MRZ 2023 · 19:30 · Großes Haus Gera
Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter 0365 8279105 (Gera) bzw. 03447 585160 (Altenburg) sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de.
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