15:44 Uhr | 19.02.2018
Am 27. Februar 2018 lädt das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg um 18.00 Uhr zum Vortrag „Die Brachiopoden des Geraer Zechsteins vorgestellt“ ein.
Der Geraer Fossiliensammler Thomas Hahn, der an diesem Abend referiert, hat sich diesen Tieren mit Leib und Seele verschrieben. In seinem Vortrag gibt Thomas Hahn anhand von Fotos hervorragender Exemplare aus seiner eigenen Sammlung und der des Museums für Naturkunde Gera einen Überblick über sämtliche in Gera gefundenen Brachiopoden-Arten. Er sammelt fossile Brachiopoden von weltweiten Fundstellen und insbesondere die vielerorts in seiner Heimatstadt Gera reichlich zu findenden Arten der Zechstein-Zeit. Während des Baus der Geraer Nord-Tangente (Umgehungsstraße) von 2005 bis 2007 konnte er große Mengen an Fundmaterial sichern. Erst später – Abend für Abend am Küchentisch – befreite Thomas Hahn mit Präparationswerkzeug die unter hartem Gestein erhaltenen urzeitlichen Lebewesen, die uns heute nur noch erahnen lassen, welches Leben sich einst in dem Meer, das heute versteinert unter Gera liegt, tummelte.
Als vor ca. 255 Millionen Jahren am Ende des Perm-Zeitalters das „Zechstein-Meer“ noch bis nach Gera reichte, war dessen Grund zeitweise mit Lebewesen übersät.
Dort lebten jene Brachiopoden bzw. „Armfüßer“. Diese Tiere sehen auf den ersten Blick aus wie Muscheln, gehören jedoch nicht zu den Weichtieren, sondern bilden einen eigenen Tierstamm mit tausenden Arten im Erdaltertum. Die in Gera reichlich auffindbaren Überreste solcher Tiere stammen aus dem letzten „Moment“ ihrer reichhaltigen Verbreitung auf der Erde. Mit dem Ende des Zechstein-Meeres und damit dem Übergang vom Perm- in das Triaszeitalter vor 251 Millionen Jahren kam das Ende der meisten Brachiopoden. Beim damaligen größten nachgewiesenen Artensterben der Erdgeschichte starben die meisten Brachiopoden-Gattungen aus. Heute leben in den Meeren unseres Planeten nur noch wenige Brachiopoden-Arten, die jedoch eher untergeordnete Bedeutung genießen.
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