10:20 Uhr | 04.12.2018
Archäologische Kostbarkeiten - Die Schenkung Ulrich Sinn
am Sonntag, den 9.12.2018, führt die Keramikrestauratorin Susanne Reim um 15 Uhr durch die Kabinettausstellung „Archäologische Kostbarkeiten - Schenkung Ulrich Sinn“. Zu dieser Führung sind alle Interessierten wie immer herzlich eingeladen.
Im Frühjahr 2018 hat Ulrich Sinn dem Lindenau-Museum eine Reihe erlesener archäologischer Objekte geschenkt, die nun erstmals in einer Kabinettausstellung (11.10.2018 – 27.1.2019) präsentiert werden. Die antiken Objekte der „Schenkung Sinn“ stammen ursprünglich aus der Privatsammlung des 1980 verstorbenen Berliner Lebensmittelchemikers Dr. Curt Luckow, der sich scherzhaft auch als „Schnapspapst von Deutschland“ bezeichnete. Zusammen mit seiner Frau Hildegard, die sich sehr für die Antike begeisterte, baute er die Sammlung in den 1930er Jahren auf. Prof. Dr. Sinn, bis 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Klassische Archäologie der Universität Würzburg, erbte Luckows Sammlung. Beide verband ein Verhältnis der Wertschätzung.
Bei den Objekten handelt es sich um antike Kunst- und Gebrauchsgegenstände der unterschiedlichsten Art aus unterschiedlichsten Regionen und Zeiten. Fast 2500 Jahre liegen zwischen der Entstehung des ältesten und des jüngsten Exponats. Dabei ist die kyprische Schnabelkanne [siehe Abbildung] nicht nur das älteste Objekt der Schenkung, sondern auch des ganzen Museums. Da die Antikensammlung des Lindenau-Museums weder Keramik dieser frühen Zeit noch aus Zypern beinhaltete und auch Funde aus der Römischen Kaiserzeit nur einen geringen Bestand ausmachen, stellen die Neuzugänge eine wahre Bereicherung für die Sammlung dar.
Die Ausstellung der Sammlung wurde am 11. Oktober eröffnet und kann noch bis 27. Januar 2019 besichtigt werden.
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