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13:56 Uhr | 03.05.2018

Motor siegt gegen Gößnitz

Am 1. Mai Geschichte schreiben! Mit diesem ehrgeizigen Ziel fuhr unsere C-Jugend am "Tag der Arbeit" als Außenseiter zum Pokal-Endspiel nach Gera und konnte am Ende dort ihr Versprechen nach aufopferungsvollem Kampf gegen einen sehr starken Gegner einlösen.

 

Der FSV Gößnitz, bisher souveräner und ungeschlagener Tabellenführer der Kreisoberliga Staffel-C (98:11 Tore), musste am 1. Mai  nach sehr langer Zeit wieder erfahren, wie sich eine Niederlage anfühlt. Dabei war das Team mit breiter Brust und als absoluter Favorit nach Gera angereist. Aber wieder machte der Pokal seine eigenen Gesetze.

 

Die Vorbereitungen auf dieses Finale liefen für Motor eigentlich schon seit dem Halbfinalsieg über Auma im November 2017 auf Hochtouren. Die Trainer saßen unzählige Stunden vorher zusammen, tüftelten an einer Taktik, an einem Trainingsplan und wollten nichts dem Zufall überlassen. Zu Ostern ließ man die Mannschaft noch gesegnet ausruhen um dann ganz steil in die abschließende Phase der Trainingseinheiten zu gelangen. Die letzte Woche vor dem Finale war dann mit vier Einheiten und einem Testspiel gegen einen starken Gegner ausgefüllt. Man wollte unbedingt so viel Zeit wie möglich mit der Mannschaft verbringen. Das schweißt bekanntlich zusammen.

 

Der Test gegen den westsächsischen Tabellenführer vom FC Crimmitschau verlief in Mannichswalde schon ziemlich erfolgsversprechend. Das Team rührte ordentlich Beton an und gewann mit einer 5-3-2-Variante und 5:3 Toren. Das waren aber bei einer so defensiven Einstellung drei Gegentore zu viel. Noch am Vorabend des Finalspiels setzten sich die Trainer erneut zusammen und überlegten weitere Varianten um noch tiefer stehen zu können. Trainer Andreas Popelka entschied sich schließlich schweren Herzens auf einen weiteren offensiven Mittelfeldspieler (Philipp) zu verzichten und im Finale mit Abdul einen sehr laufstarken Defensivspieler zu bringen. Dann war es soweit, der Morgen des Finalspiels brach an.

 

Gemeinsam mit einer riesigen Fantraube aus Eltern, Großeltern und Freunden, brach die Mannschaft mit ihren beiden Trainern gegen 08:00 Uhr nach Gera auf. Man frühstückte zusammen in aller Ruhe und Gelassenheit bei „Louis Diner“ und kam dann um 10:20 Uhr im Stadion am Steg, der Heimstätte von Wismut Gera, an. Nach einer ausführlichen Mannschaftsbesprechung ging es zum aufwärmen nochmal auf den Kunstrasen.

 

Bei schönstem Fußballwetter begann dann um 11.20 Uhr das langersehnte Spiel. Zuvor gewann Motor-Kapitän Friedrich noch die Seitenwahl und Motor konnten zunächst gegen den Wind antreten, was dem Team sehr in die Karten spielte. Gößnitz machte von Beginn an das Spiel und hatte mit großem Abstand mehr Ballbesitz als unsere Motor-Elf. Das war den Altenburgern von vorn herein klar aber es war ihnen auch egal. Die Abwehr stand bombastisch und die zwei super schnellen Stürmer Mohammad Faiz und Omed Sherzad warteten nun geduldig auf die weiten Bälle der Kollegen aus der achter Abwehrkette. Sie und die Fans mussten auch nicht lange warten. In der 8. Minute schnappte sich Omed den Ball, lief auf den Gößnitzer Keeper zu und schob zur 1:0-Führung ein.

 

Der Gegner schaute nicht schlecht und war sichtlich irritiert so schnell in Rückstand geraten zu sein. Davon erholten sich die Gößnitzer nicht mehr, auch weil sie sieben Minuten später wieder klassisch ausgekontert wurden. Mohamad Faiz machte in dieser Phase das sensationelle 2:0. Er profitierte von einem weiten Ball nach vorn. Wenn Mohamad einmal in Fahrt kommt ist er nicht mehr zu bremsen. Seine überragende Schnelligkeit und sein Antritt kosteten ihm schon so manches Tor in der Meisterschaft, weil es oft zu fraglichen Abseitssituationen kam. Aber im Endspiel waren die Linienrichter aufmerksamer.

 

In der Halbzeitpause wurde die Motor-Elf nun nochmals durch das Trainerteam darauf eingeschworen, auf keinen Fall mehr etwas zu zulassen. „Wir müssen keine Tore mehr schießen, wir müssen nur noch Tore verhindern, lasst Euch das nicht mehr wegnehmen“, so die pausenlose Ansage des Trainers in der Kabine. Das weitere Spiel ist schnell erzählt. Gößnitz drückte auf den Anschlusstreffer, kam aber einfach nicht endscheidend nach vorn durch. Zu viele Chancen ließen die Gößnitzer diesmal liegen. Den Rest entschärfte unser Torwart Robert Pohle. Mit zunehmender Zeit wurde das Spiel härter. Geprägt von taktischen Fouls, musste der hervorragend agierende Schiri, Sportfreund Mirko Fanselow, sechs Mal für Gelb in die Tasche greifen. Die Emotionen schlugen nicht nur bei den Fans sondern auch auf dem Rasen hoch, aber böse und brutale Fouls blieben zum Glück aus und auch die Gemüter beruhigten sich dann wieder.  Nach Ende der regulären Spielzeit gab es noch drei Minuten oben drauf. Nochmal drei Minuten banges zittern. Aber alles ging gut.

 

Dann war Abpfiff. Der Jubel war natürlich grenzenlos und alle lagen sich in den Armen. Auch ein Vertreter des Vorstandes von

Motor Altenburg, Sportfreund Kröber, war zugegen und einer der ersten Gratulanten.

 

Danke nocheinmal an alle Unterstützer, Eltern, Freunde, Bekannte und Verwandten, die unsere C-Jugend die Daumen gedrückt haben.

 

Zum Sieger Team gehörten: Robert Pohle, John Bachmann, Moritz Anders, Mohamad Faiz Rajjoub, Friedrich Reuschel, Phillip Mennecke, Lenny Mildner, Maurice Frank, Annika Schmalz, Alsaka Abdul und Abdallhamied, Omed Sherzad, Dzenan Nuredin, Jonah Ludwig sowie Max Eller und natürlich Trainer Andreas Popelka und Mannschaftsleiter Heiko

Künzel.

 

Trainerstimme

"An dem Pokalspiel heute haben wir in der Vorbereitung lange gearbeitet. Auf den Punkt genau hat die Mannschaft all das umgesetzt was sich das Trainerteam ausgedacht hat. Wir haben nichts dem Zufall überlassen und es war eine von Disziplin geprägte Meisterleistung meiner Mannschaft gegen einen eigentlich übermächtigen Gegner.

 

Bei dem heutigen Spiel hat sich anschaulich gezeigt, das Taktik ein hohes Gut im Fußball sein kann. Ich bin richtig stolz auf meine

Mannschaft und bedanke mich bei allen die mit dazu beigetragen haben diesen Erfolg zu erlangen. Vielen Dank vor allem an meine Familie, die mir in der Vorbereitung an den vielen Trainingstagen und Vorbereitungsspielen der Rücken freigehalten hat."

 

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