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09:14 Uhr | 13.02.2013

Stadtplan zu jüdischem Leben

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Beitrag: Stadtplan zu jüdischem Leben

Christian Repkewitz hat nach fast zwei Jahren Recherche und Vorbereitung auf seiner Internetpräsenz www.christian-repkewitz.de einen Online-Stadtplan publiziert, auf dem jüdische Wohn- und Geschäftshäuser markiert sind. Konkret hat der Altenburger auf vier Stadtplan-Ausschnitten Gebäude markiert, in denen im Zeitraum 1933 bis 1945 jüdische Einwohner lebten und wirkten.

Neben der Markierung der einzelnen Gebäude in drei unterschiedlichen Farben geben Pop-Up-Fenster detaillierte Informationen zu den jüdischen Bewohnern bzw. Gewerbetreibenden. Auch so genannte „Judenhäuser“ (Deportationshäuser), den jüdischen Betsaal in der Pauritzer Straße und die Standorte der „Stolpersteine“ hat Repkewitz aufgenommen. Trotz der begrenzten Datenlage hofft der Initiator des Projekts, dass ein umfassendes und informatives Werk entstanden ist. Eine Herausforderung bestand u. a. darin, dass Straßen mit der Zeit neu nummeriert wurden und nicht wenige Gebäude heute nicht mehr bestehen.

„Es war eine anstrengende, aber auch sehr interessante Arbeit an dem Projekt, dessen Idee bereits 2011 entwickelt wurde. Ich hatte einige helfende Hände, so z.B. Ingolf Strassmann für die inhaltlichen Fragen oder Frank Ludewig für die technische Umsetzung, denen ein großer Dank gebührt“, so Christian Repkewitz. Ein Dankeschön richtet der Initiator auch an das Stadtarchiv Altenburg für die freundliche Unterstützung. Bildmaterial für das Projekt hat u. a. das Residenzschloss Altenburg zur Verfügung gestellt.

Repkewitz hat das Projekt selbst finanziert und könnte sich eine Erweiterung des Angebots auf den Zeitraum vor 1933 gut vorstellen. „Dafür sind aber noch umfassende Recherchen erforderlich, die sicherlich noch etwas Zeit in Anspruch nehmen werden. Allein der jetzt bearbeitete Zeitraum hat einen großen organisatorischen und zeitlichen Aufwand bedeutet“, so der Initiator. Repkewitz will im Nachgang noch Bildmaterial und Informationen im Online-Stadtplan ergänzen oder bekannt werdende neuere Erkenntnisse einfließen lassen. Mit der Präsentation des Plans sind die Arbeiten also noch nicht abgeschlossen.

Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich Christian Repkewitz mit dem Lebens- und Leidensweg jüdischer Einwohner Altenburgs. Mit dem Kommunalpolitischen Ring Altenburger land e.V. (KORA), dem Repkewitz vorsteht, hat er sich im vergangenen Jahr im Rahmen des Pogromnacht-Gedenkens der Erinnerung an die jüdischen Einwohner Altenburgs gewidmet. Die Ergründung jüdischen Lebens in Altenburg ist nicht einfach, da die öffentlichen Quellen zum Teil lückenhaft sind. So bestehen zum Beispiel keine Meldeunterlagen für die Stadt Altenburg aus der genannten Zeit, die wichtige Anhaltspunkte wären. Mit dem ehemaligen Altenburger Ingolf Strassmann, der bereits mehrere Druckwerke zu jüdischem Leben in Altenburg publiziert hat, steht Christian Repkewitz in stetigem Austausch.

Link: http://www.christian-repkewitz.de/juedisches-altenburg.html


Christian Repkewitz sucht weiter nach Informationen zu ehemaligen jüdischen Einwohnern. Wer Informationen und Material (z.B. Werbekataloge jüdischer Unternehmen, Geschäftsanzeigen, Fotos etc.) zur Verfügung stellen möchte, kann über info@christian-repkewitz.de Kontakt aufnehmen.

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