Altenburg, 22.04.2026 13:39 Uhr

Regionales

15:59 Uhr | 08.04.2026

Altenburg erlebt gelungene Oster-Premiere

Bei den 1. Internationalen Altenburger Schachtagen wurde im Goldenen Pflug nicht nur um Punkte gespielt. Ein engagiertes Ehrenamtsteam, viele Gäste und zahlreiche positive Eindrücke von Altenburg machten das Osterwochenende zu weit mehr als einem reinen Sportturnier.

 

Premiere mit Open und Jugendturnier als Treffpunkt

 

Als am Ostermontag im Goldenen Pflug die letzten Bretter abgebaut wurden, endeten vier Tage Schach, Begegnung und spürbare Aufbruchsstimmung. Altenburg war über Ostern Treffpunkt für Gäste aus nah und fern – und für viele eine ausgesprochen positive Entdeckung.

Im Mittelpunkt stand nicht allein das Ergebnis auf dem Brett, sondern vor allem die Atmosphäre: konzentrierte Ruhe im Spielsaal, faire Partien, ein pünktlicher Ablauf und eine Organisation, die in vielen Details Handschrift und Engagement erkennen ließ. Ausgerichtet wurden die Altenburger Schachtage vom Meuselwitzer Schachverein 1921 e. V., dessen ehrenamtliches Team gemeinsam mit engagierten Eltern und Unterstützern an vier Tagen eine organisatorisch anspruchsvolle Veranstaltung stemmte.

Zum Open reisten 66 Spieler aus drei Föderationen an. Parallel fand ein eigenes U14-Jugendturnier statt. So entstand ein Osterwochenende, das sportlichen Anspruch und familiären Charakter auf angenehme Weise miteinander verband.

 

Altenburg wird entdeckt

 

Wer nur auf Tabellen und Punkte schaute, verpasste einen Teil der Geschichte. Auswärtige Gäste beschrieben Altenburg als wohltuenden Gegenentwurf zu überfüllten Großturnieren: ruhiger, übersichtlicher und persönlicher.

Viele nahmen aus Altenburg nicht nur Partien und Platzierungen mit, sondern auch Eindrücke von der Stadt. In den Berichten ist von Spaziergängen durch die Altstadt ebenso die Rede wie von Besuchen am Residenzschloss, im Spielkartenmuseum oder im historischen Friseursalon. Selbst Kleinigkeiten – die hügeligen Wege, kleine Gassen oder das Kennenlernen regionaler Eigenheiten am Imbiss – wurden Teil eines Turnierwochenendes, das offenkundig mehr war als bloßer Wettkampf. Ein Teilnehmer fasste seinen Eindruck so zusammen, Altenburg sei „offenbar ein attraktives Reiseziel“.

 

Sportlich solide, organisatorisch überzeugend

 

Gespielt wurde im Open über sieben Runden mit international üblicher Bedenkzeit, geleitet von IA Roland Katz als Hauptschiedsrichter. Dass der Ablauf ruhig, fair und verlässlich blieb, war ein wichtiger Baustein der gelungenen Premiere.

Das integrierte Jugendturnier unterstrich den Anspruch der Veranstalter, die Altenburger Schachtage nicht nur als Open für erfahrene Spieler, sondern als gemeinsames Ereignis für Generationen zu etablieren. Genau das war im Saal spürbar – an den Brettern ebenso wie an den Versorgungstischen, in den Pausen und im Zusammenspiel von Organisationsteam, Familien und Gästen. Dass für die teilnehmenden Kinder attraktive Preise bereitstanden und der Nachwuchs einen eigenen Rahmen bekam, passte zu diesem Ansatz.

 

Fortsetzung folgt?

 

Auch aus Sicht der Teilnehmer fiel das Echo positiv aus. Gelobt wurden die angenehmen Spielbedingungen mit einzelnen Tischen und ausreichend Platz, die ruhige Turnieratmosphäre und die gute Organisation.

Genau das ist für eine erste Auflage entscheidend: Das Turnier funktionierte sportlich und organisatorisch – und ließ zugleich erkennen, welches Potenzial dieses Format für Altenburg hat.

Möglich wurde die Premiere nur durch die Unterstützung zahlreicher Partner und Förderer. Der Dank des Veranstalters gilt insbesondere der Stadt Altenburg, der Sparkasse Altenburger Land, ChessBase, chess4u, bagelbakery.de sowie dem Team des Goldenen Pflugs. Nach dieser gelungenen ersten Auflage spricht vieles dafür, dass die Altenburger Schachtage nicht zum letzten Mal stattgefunden haben.

Natürlich wurden am Ende nach insgesamt 285 gespielten Partien auch die Sieger geehrt. Das Open gewann Edwin Fischer aus Reichenbach vor dem Setzlistenersten und Internationalen Meister Ferenc Langheinrich aus Aue sowie Norman Schütze aus Löberitz. Beste weibliche Teilnehmerin war Gabriela Ignatova aus Meuselwitz. Im U14-Jugendopen siegte Kilian Lux aus Erfurt vor Hugo Sommer aus Meuselwitz und Linux Maximilian Lorentzen aus Schwerin. Sonderpreise gab es zudem unter anderem in den Ratinggruppen, in der Seniorenwertung sowie für die besten ostthüringischen und Altenburger Teilnehmer.

 

 

Kategorie

Name

Verein

Ratinggruppe C (0-1650 TWZ)

Laurenz Nageler

Schott Jena

Ratinggruppe B (1601-1750 TWZ)

Max Seiler

Kings Club 98 Jena

Ratinggruppe A (1751-1900 TWZ)

Matvii Nechaiev

Vereinslos

Senioren

Andreas Eicke

Meuselwitzer SV

Jugendsonderpreis U20

Luca Czeisz

SG Turm Leipzig

Ostthüringen Meister 2026

CM Johannes Sondermann

Meuselwitzer SV

Ostthüringer Meisterin 2026

Victoria Sniegowski

Meuselwitzer SV

Bester Altenburger (Verein oder Wohnort)

Dominic Großmann

Meuselwitzer SV

 

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