15:40 Uhr | 09.02.2026
Drei Jahrzehnte nach dem Ende des Uranbergbaus hat sich auf der ehemaligen Halde Drosen bei Löbichau eine bemerkenswerte Naturvielfalt entwickelt, wie eine aktuelle Untersuchung nun wissenschaftlich bestätigt. Im Auftrag des Landratsamtes Altenburger Land dokumentierte der Biologe Hartmut Sänger zwischen Juli 2024 und August 2025 die Flora und Fauna des 30 Hektar großen Areals. Mit insgesamt 372 nachgewiesenen Pflanzenarten, von denen 18 Prozent als bestandsgefährdet oder geschützt gelten, stuft der Experte das Gebiet als naturschutzfachlich bedeutsam ein. Neben botanischen Raritäten wie dem Frühlings-Adonisröschen oder der Gewöhnlichen Grasnelke haben auch bedrohte Tierarten wie Kreuzkröte, Gelbbauchunke und Neuntöter hier einen neuen Lebensraum gefunden. Kritisch bewertet Amtsleiterin Birgit Seiler jedoch das entdeckte „Ansalben“ von Pflanzen, da das bewusste Ausbringen von nicht dort heimischen Orchideen die natürliche Sukzession verfälscht. Um die wertvollen Offenlandflächen zu erhalten, empfiehlt das Gutachten künftig eine Mischbeweidung mit Ziegen, Schafen und Rindern statt der bisherigen reinen Schafhaltung. Zudem wurden spezielle Beobachtungsflächen eingerichtet, um im Rahmen eines langfristigen Biomonitorings die ökologische Entwicklung präzise zu überwachen. Die erfolgreiche Verwandlung der einstigen Wismut-Industriefläche in ein „Respektiertes Areal“ ist auch ein Erbe des Begleitprojekts zur Bundesgartenschau 2007. Heute befindet sich das Gelände im Eigentum des Landkreises, der Gemeinde und des NABU, die gemeinsam an der Pflege der Halbtrockenrasen arbeiten. Um den Schutz dieses Schatzes dauerhaft zu garantieren, wird die untere Naturschutzbehörde in diesem Jahr ein offizielles Verfahren zur Unterschutzstellung nach dem Bundesnaturschutzgesetz einleiten.
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