09:03 Uhr | 10.03.2020
Schweren Herzens haben sich die Veranstalter der Frühlingsnacht und der Regionalmesse für Arbeit, Ausbildung und Pendler entschlossen, auf die Durchführung im März zu verzichten. Damit folgen sie den aktuellen Handlungsempfehlungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dem Robert-Koch-Institut und Amtsarzt Professor Stefan Dhein, die gegeben wurden, um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland einzudämmen.
Es wird die dringende Empfehlung ausgesprochen, auf öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern in der nächsten Zeit zu verzichten. Sowohl für die Frühlingsnacht, die am 20. März geplant war, als auch für die Regionalmesse, für die am 21. März der Goldene Pflug reserviert war, sollen noch in diesem Jahr Ersatztermine gefunden werden.
Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann hat sich die Entscheidung, im Falle der Pendlermesse gemeinsam mit dem Landrat Uwe Melzer, die beiden Großveranstaltungen zu verschieben, nicht leicht gemacht. Bei der Abwägung war ausschlaggebend, dass der Gesundheitsschutz der Bevölkerung Vorrang vor anderen Interessen hat und das vom Bundesgesundheitsministerium, dem Robert-Koch-Institut und dem Amtsarzt ein übereinstimmender Appell zum Verzicht beziehungsweise zur Verschiebung ausging.
Auf Großveranstaltungen, wo sich viele Menschen auf engem Raum begegnen, besteht nach einhelliger Expertenmeinung ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Jetzt geht es darum, die Ausbreitung des Virus ins Altenburger Land zu verhindern und damit zu gewährleisten, dass das Gesundheitssystem arbeitsfähig bleibt.
Die Stadt Altenburg sucht nun nach geeigneten Ersatzterminen für Frühlingsnacht und Regionalmesse. Die Frühlingsnacht zu verschieben haben Oberbürgermeister Neumann und der Gewerbeverein der Stadt Altenburg gemeinsam besprochen. Auch Björn Petersen, Vorsitzender des Gewerbevereins hat sich für eine Absage der Frühlingsnacht ausgesprochen. Den Teilnehmern der Frühlingsnacht hat das Stadtoberhaupt zudem zugesagt, dass sie keinen neuerlichen Teilnahmebeitrag entrichten müssen und die Stadt die bereits ausgegebenen circa 3000 Euro für Marketing und andere Maßnahmen trägt.
Die Entscheidung, Frühlingsnacht und Messe zu verschieben, erfolgt vorsorglich. Um sich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen, empfehlen Experten unter anderem häufiges, gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife, den Verzicht auf Händeschütteln und regelmäßiges Lüften. Fürs Niesen und Husten gilt: Einmaltaschentuch nutzen oder in die Ellenbeuge. Wer meint, sich das Virus eingefangen zu haben, sollte nicht zum Arzt gehen, sondern sich telefonisch in der Praxis melden. So soll vermieden werden, dass Infizierte in Wartezimmern von Ärzten andere Patienten anstecken.
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