15:15 Uhr | 19.09.2018
Lys Schubert spielt am Samstag um 16 Uhr im Theater unterm Dach für Kinder ab 4 Jahren das Märchen „Rotkäppchen“. Die Puppenspielerin wartet auf ihren Mann und vertreibt sich die Zeit mit einer Geschichte aus ihren Kindertagen, als man sie Rotkäppchen rief. Sie erzählt mit kleinen Puppen das Grimmsche Märchen. Bei aller Faszination an ihrem lebhaften Spiel bleibt immer deutlich, es ist ein Spiel. Der Wolf frisst natürlich Großmutter und Rotkäppchen, aber die Zuschauer können dank der Zotteldecke sogar sehen wie es Großmutter und Rotkäppchen im Bauch des Wolfes ergeht…
Zwei große A-Dur-Sonaten für Violine und Klavier eröffnen die Reihe der Altenburger Kammerkonzerte in der Spielzeit 2018/19 von Theater&Philharmonie Thüringen am Sonntag, 23. September, im Logenhaus um 11 Uhr.
Wolfgang Amadeus Mozarts A-Dur-Sonate für Violine und Klavier KV 526 gilt einerseits als virtuoser Höhepunkt seiner Violinsonaten, gleichzeitig ist sie aber auch eine seiner tiefgründigsten, um nicht zu sagen romantischsten. Mozart komponierte sie im August 1787, nachdem im Frühjahr desselben Jahres sowohl sein Musikerfreund Graf August Hatzfeld als auch sein Vater verstorben waren. Ob Mozart diese Sonate ganz bewusst im Angedenken an diese beiden ihm teuren Menschen komponierte, lässt sich zwar nicht tatsächlich beweisen, jedoch meint man im langsamen Mittelsatz Gedankengänge zur Vergänglichkeit des Lebens heraushören zu können ‒ gefolgt vom unbändig belebten Schlusssatz, der die Sonate versöhnlich-lebensbejaend abzuschließen scheint.
Fast 100 Jahre später, 1886 und im Erbe der hochromantischen Musikepoche stehend, entstand César Francks Sonate für Violine und Klavier FWV 8, ebenfalls in A-Dur. Auch César Franck war mit der Gewissheit der Vergänglichkeit des Lebens vertraut ‒ durch frühe familiäre Verluste sowie durch die eigene häufige Kränklichkeit. So verband Franck in dieser berühmten Sonate tiefe Emotionalität mit kompositorischer Raffinesse, welche sich in der sich durch alle vier Sätze schlängelnden, aber stets variierenden und eindrücklich im Ohr bleibenden „Idée fixe“ zeigt.
Lebendig machen diese beiden Meisterwerke der Kammermusik für das Publikum Anne-Sophie Kühne (Violine) und Andrei Banciu (Klavier).
In Gera ist dieses Programm im Foyerkonzert am 30. September 11 Uhr zu erleben.
Am Sonntag ist es endlich soweit: „Die Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling erleben um 18 Uhr ihre Altenburger Premiere im Heizhaus. Die ist zwar ausverkauft, aber die Kartennachfrage auch für eine der nächsten Vorstellungen ist lohnend; denn diesen besonderen Spaß sollte man nicht verpassen.
Marc-Uwe Kling (*1982) hat mit dem kommunistischen Känguru eine Figur geschaffen, die gesellschaftliche Fragen unserer Zeit aufgreift und dazu anregt, einmal mehr um die Ecke zu denken. Die (Hör-)Buchreihe „Die Känguru-Chroniken“ k bildet dabei die Grundlage für die Theateradaption, für die Marc-Uwe Kling zusätzlich eigene Lieder eingefügt hat, die auf der Bühne von Musiker Marco de Haunt interpretiert werden. Alexander Flache inszenierte die Känguru-Chroniken in der Ausstattung von Petra Linsel. Das Stück zeigt philosophische und amüsante Anekdoten aus dem WG-Leben der Protagonisten und nimmt dabei auch das Genre Theater selbst aufs Korn.
Für die Vorstellungen vom 23. September bis 1. Oktober übernimmt Schauspieldirektor Manuel Kressin die Rolle des Kleinkünstlers an der Seite von Ioachim Zarculea (Känguru) und Bruno Beeke (Typ, der alle anderen spielt).
Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, Telefon 03447 585177 oder 0365 8279105, online unter www.tpthueringen.de
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