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09:45 Uhr | 13.02.2014

Landrätin schürt unbegründet Ängste

Das Thüringer Projekt „Berufsstart Plus“ zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschulen soll, entgegen anderslautender Äußerungen der Landrätin Sojka, auch im neuen Schuljahr 2014/2015 fortgesetzt werden. Dies hat eine Nachfrage beim Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ergeben. Eine solche Auskunft hätte sicherlich auch die Landrätin bekommen können, hätte sie zum Telefon gegriffen und die ihr bekannten Ansprechpartner im Bildungs- oder Wirtschaftsministerium angerufen. Daran war ihr aber offenkundig nicht gelegen. Stattdessen geht es ihr nur um parteipolitische Kraftmeierei, denn auch andere Politiker der Linken haben ähnlich lautende Pressemitteilungen verbreitet. Damit schadet sie jedoch dem Projekt mehr, als das sie ihm hilft und gefährdet ohne Grund dessen Bestand. Darüber hinaus schürt sie mit ihren Äußerungen die Angst bei den betroffenen Mitarbeitern. Hierfür besteht jedoch kein Grund. So hat der Thüringer Wirtschaftsminister Uwe Höhn (SPD) als weiterer Partner des Projektes erst in den letzten Tagen erklärt, dass das Projekt fortgeführt werde und er sich dafür einsetzt Berufsstart Plus in ein flächendeckendes Pflichtprogramm für alle Schulen umzuwandeln. Das die Finanzierung noch nicht abschließend geklärt ist, hängt damit zusammen, dass sich die Bundesagentur für Arbeit und das Bundesministerium für Bildung - diese trugen bisher fast dreiviertel der Kosten - aus der gemeinsamen Finanzierung mit dem Freistaat Thüringen zurückgezogen haben und somit Thüringen nunmehr allein die finanzielle Ausstattung zu gewährleisten hat.

Zudem muss sich die Landrätin die Frage stellen lassen, wie es denn um die weiteren Projekte der Berufsorientierung im Landkreis bestellt ist? Neben Berufsstart Plus gibt es im Rahmen der „Landesstrategie zur praxisnahen Berufsorientierung“ noch über 70 weitere Projekte. Das Altenburger Land war insbesondere in den Projekten nelecom, Kurs 21 und In.B.A.L zuletzt aktiv. Von diesen Projekten hat man jedoch seit dem Amtsantritt der Landrätin im Jahr 2012 nichts mehr gehört. Dabei sind die genannten Projekte allesamt nicht mit weiterem finanziellen Aufwand verbunden, sondern lediglich von dem Willen der Beteiligten, allen voran der Landrätin abhängig. Insofern fordere ich die Landrätin auf Auskunft darüber zu geben, ob die benannten Projekte im Altenburger Land noch betrieben werden, wer diese betreut und welche Maßnahmen seit 2012 im Rahmen der Projekte durchgeführt wurden. Frau Sojka sollte bei all ihren Forderungen an Dritte nicht vergessen ihre eigenen Aufgaben wahrzunehmen und bereits begonnene Projekte die in ihrer Verantwortung liegen auch entsprechend fortzusetzen.

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