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Regionales

10:15 Uhr | 07.11.2012

Ehrenberger Kindergarten schließt im August 2014

Nach intensiver Beratung und Diskussion haben die Stiftung Ev.-Luth. Magdalenenstift und die Stadtverwaltung Altenburg eine verantwortungsvolle Entscheidung über die Zukunft der Kinderbetreuung im Ev. Kindergarten Ehrenberger Dorfspatzen getroffen. Dabei wurden die Bedürfnisse und Interessen der Kinder und ihrer Eltern, der Bürgerinnen und Bürger in den umliegenden Ortsteilen aber auch die mittel- und langfristige Entwicklungsperspektive des Kindergartens in der Ehrenberger Mehrzweckhalle berücksichtigt.

Die Betreuung im Kindergarten wird bis Ende August 2014 schrittweise auslaufen:

  • Eltern die ihr Kind bereits für die Jahre 2013 und 2014 angemeldet haben, können eine Betreuung im Ev. Kindergarten Herzogin Amalie im Magdalenenstift in Anspruch nehmen.
  • Ab September 2014 besteht für alle Kinder der Ehrenberger Einrichtung die Möglichkeit den Stiftskindergarten zu besuchen. Die Erzieherinnen wechseln dann gemeinsam mit den Ehrenberger Kindern in das Magdalenenstift.

Der Veränderungsprozess wird so langfristig geplant und sozial verträglich gestaltet. Für die Kinder bleibt eine gute Betreuung gesichert und Beziehungsabbrüche werden vermieden. Die Eltern können in Ruhe entscheiden, ob sie den Wechsel in den Stiftskindergarten wünschen oder eine andere Einrichtung wählen möchten.

Die Zeit bis zum Auslaufen der Betreuung soll durch die Stadtverwaltung Altenburg intensiv genutzt werden, um die Möglichkeit einer Kindertagespflege in den Räumlichkeiten zu prüfen und möglichst zeitnah umzusetzen. Dies könnte die entstehende Lücke zumindest teilweise schließen. Auch wenn der Übergang sorgfältig und sozial verträglich gestaltet ist, so bleibt die Schließung des Ehrenberger Kindergartens eine schmerzliche Entscheidung für den Ortsteil, die Stadt und auch das Magdalenenstift.

Nach Abwägung aller Faktoren und Prüfung verschiedener Alternativen sind der Träger und die Stadtverwaltung leider einmütig zu dieser Entscheidung gekommen.

Die räumlichen Bedingungen in der Ehrenberger Mehrzweckhalle sind im Vergleich zu den neu gebauten oder komplett sanierten Einrichtungen der Umgebung nicht wettbewerbsfähig. Für eine mittelfristige Zukunft der Einrichtung wären in den nächsten Jahren hohe Investitionen notwendig. Das Magdalenenstift hat zur Erhaltung des Standortes eine grundständige Sanierung und die Schaffung von Plätzen für Kinder unter zwei Jahren im Ehrenberger Kindergarten sorgfältig geprüft. Es war jedoch nicht möglich, eine wirtschaftlich vertretbare Finanzierung der Gesamtbausumme sicherzustellen. Das Magdalenenstift hat vor diesem Hintergrund im Juli 2012 verantwortlich entschieden und einen Förderantrag für Mittel aus dem „Investitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung 2007-2013“ zurückgezogen. Dies gab anderen Trägern im Landkreis die Chance, die Möglichkeiten des Investitionsprogramms bis zum Ende des Jahres 2013 zu nutzen. Leider  bleiben dadurch jedoch die perspektivisch unzureichenden räumlichen Bedingungen bestehen und machen eine mittelfristige Zukunft des Kindergartens schwer möglich.

Zugleich werden die Kinderzahlen in den nächsten Jahren aufgrund des demographischen Knicks ab 1990 nochmals deutlich zurückgehen. Die notwendige mittel- und langfristige Auslastung des Kindergartens wird vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung des Standortes in Ehrenberg nicht möglich sein. Neben den Problemen in der wirtschaftlichen Betriebsführung hätte dies durch den niedrigen Personalschlüssel aufgrund der geringen Kinderzahlen auch negative Auswirkungen auf die pädagogische Arbeit.

Das Magdalenenstift und die Stadt Altenburg haben sich vor diesem Hintergrund zu einer geplanten und schrittweisen Beendigung der Kinderbetreuung im Kindergarten entschlossen. Mit der langfristigen Ausgestaltung des Prozesses möchten die Beteiligten den Bedürfnissen der Kinder und Eltern so gut wie möglich entsprechen und werden bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nach der Vorinformation des Elternbeirates wurden die Eltern am 06.11.2012 durch den Vorstand des Magdalenenstiftes und die Stadtverwaltung Altenburg über die Entscheidung und die geplanten Schritte ausführlich persönlich informiert.

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