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Regionales

00:00 Uhr | 24.02.2012

Verantwortung und Augenmaß sind gefordert

In der Diskussion um die weitere Entwicklung bei Theater und Philharmonie Thüringen ruft der FDP-Ortsvorsitzende und Stadtrat Detlef Zschiegner alle Beteiligten zu ruhigen und sachlichen Handeln auf Grundlage der vorliegenden Zahlen auf. "Mit Blick auf die Realitäten ist festzustellen," so Zschiegner, "dass weder der Freistaat noch die Gesellschafter in der Lage sind, weitere Finanzmittel für das Theater bereitzustellen. Ihr finanzieller Spielraum ist ausgereizt."

Völlig unverständlich ist Zschiegner in diesem Zusammenhang sowohl die Art und Weise, in welcher Intendant Kay Kuntze den Beschäftigten auf einer Belegschaftsversammlung die Fakten an den Kopf geknallt hat, als auch die daraus resultierenden Forderungen nach Schließung einzelner Sparten. "Natürlich ist es richtig, mit offenen Karten zu spielen und die Fakten auf den Tisch zu legen. Gleichwohl sollte dies jedoch moderat und mit Fingerspitzengefühl getan werden. Wie so oft im Leben ist auch in dieser Situationen entscheidender, wie man etwas sagt, als was man sagt," formuliert Zschiegener seine Kritik in Richtung des Intendanten. "Deshalb jedoch überstürzt die Schließung einzelner Sparten zu forcieren, ist jedoch genau so falsch und hilft niemandem weiter. Es muss hinterfragt werden, ob die mit einer Spartenschließung verbundenen finanziellen Einsparungen am Ende auch nur im Ansatz den gesellschafts-, bildungs- und kulturpolitischen Preis wert sind, zu dem sie erkauft werden. Aus Sicht der Altenburger FDP sind in der jetzigen Situation Verantwortung und Augenmaß gefordert!"

Der Liberale appelliert deshalb an alle Beteiligten, zu einer sachlichen Diskussion zurück zu kommen und gemeinsam die notwendigen Weichen für die Zukunft des Theaters zu stellen: "Im Zentrum sämtlicher Überlegungen müssen die Interessen des Theaters stehen - der Mitarbeiter ebenso wie des Publikums. Aus meiner Sicht bleibt der Geschäftsführung, den Gesellschaftern und den Mitarbeitervertretern nur der steinige Weg, einen neuen Vertrag auszuarbeiten, der den finanziellen Gegebenheiten Rechnung trägt und die Zukunftsfähigkeit des Theaters sichert. Andere Erfolg versprechende Lösungsansätze sehe ich leider nicht."

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