00:00 Uhr | 19.08.2010
Um für den Denkmalschutz zu werben, begehen über 45 Länder Europas die European Heritage Days. In Thüringen wie in ganz Deutschland findet die Veranstaltung zum 18. Mal am zweiten Wochenende im September statt.
Mit dem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz als Anregung vorgeschlagenen Motto „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“, steht in diesem Jahr ein vielseitiges Thema im Zentrum, das sich in verschiedenster Form an allen Kulturdenkmalen ablesen lässt.
Sei es an sich ändernden Baustilen, die durch reisende Handwerker, Baumeister und Bauherren eingeführt wurden oder die durch Handel und Verkehr möglich gewordene Vielfalt an Baumaterialien oder exotischem Pflanzgut in unseren historischen Gärten.
Seien es die zahlreichen archäologischen Funde, die im Zuge des Ausbaues der Verkehrsnetze ans Tageslicht geholt werden oder die Verkehrsnetze und zugehörigen historischen Bauten wie Brücken, Bahnhöfe, Speicherbauten etc.
Das Thema ist schier unerschöpflich, denn letztendlich ist alles Kultur und alles ist in Bewegung.
Auch in den Gemeinden und Städten unseres Landkreises werden wieder historische Gebäude und interessante Projekte der Öffentlichkeit präsentiert.
So wird im Garbisdorfer Kunst- und Quellenhof das Projekt „Viaduktradweg“ vorgestellt, das die gleichnamige neu gegründete Interessengemeinschaft initiiert hat, um die stillgelegte Bahnstrecke Altenburg-Narsdorf mit ihren imposanten denkmalgeschützten Brückenbauwerken in einen attraktiven Radweg umzugestalten. Interessantes zur Herausbildung des Handels in unserer Region versprechen die Führungen des Heimatforschers Klaus Jensch entlang der Altenburger Abschnitte der mittelalterlichen Handelsstraßen Mitteleuropas.
In der Stadt Schmölln wird u. a. durch mittelalterliche Bergkeller geführt und eine Ausstellung mit historischen Maschinen der städtischen Industrie und zur Geschichte der Schmöllner Wasserleitung wird im letzten Eiskeller der ehemaligen Brauerei zu besichtigen sein. In der Rathausgalerie bereitet man eine Ausstellung zur Schmöllner Brückengeschichte vor.
Der Rositzer Heimatverein öffnet fünf Kulturdenkmale. Darunter die Heimatscheune mit ihrem reichhaltigen Fundus an alten Gebrauchsgegenständen des Handwerks, Haushalts und der Landwirtschaft. Erstmalig zu besichtigen sein wird das historische Turbinenhaus auf dem Gelände der Thüringer Fiber-Trommel GmbH.
Im Landkreis werden in zahlreichen geöffneten Kirchen jüngste Baumaßnahmen und Restaurierungen vorgestellt, Konzerte gegeben und Kirchtürme zu besteigen sein. Insgesamt erwartet die Besucher in ca. 60 geöffneten Denkmalen in Stadt und Land ein interessantes und abwechslungsreiches Angebot, so dass der Interessierte von der Qual der Wahl nicht verschont bleibt.
Bereits jetzt sollte man sich jedoch die Veranstaltung des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege zur Archäologie im Landkreis vormerken:
Seit Frühjahr 2009 werden bei Gößnitz-Löhmigen im Bereich der Umverlegung der B 93 archäologische Ausgrabungen durchgeführt. Diese betreffen auch die Umfahrung des nördlich von Gößnitz gelegenen Dorfes Löhmigen. Nordöstlich der Ortschaft liegt ein Fundplatz, der durch seine Scherbenfunde sowohl in das 12. Jahrhundert als auch in das Spätmittelalter zu datieren ist. Öfen, Grabenanlagen, Vorratsgruben und Pfostenverfärbungen konnten bisher dokumentiert werden. Die Ergebnisse passen gut zu der historischen Überlieferung. Der Ort wird 1181 und 1385 erwähnt.
Die Ausgrabungen in Löhmigen begannen im Mai 2010 und werden voraussichtlich bis Oktober/November 2010 andauern. Anlässlich des Tages des offenen Denkmals ist die Grabung bereits am 11.09.2010 von 10:00 bis 15:00 Uhr zu besichtigen und über eine entsprechende Beschilderung in Löhmigen zu finden. Ab dem 4. September können die Fundstücke aller Ausgrabungen an der B 93 in der Gößnitzer Heimatstube öffentlich besichtigt werden.
Die feierliche Eröffnung des Denkmaltages für die Stadt Altenburg und den Landkreis wird am Freitag, 10. September, 19:30 Uhr, im ehemaligen „herzoglichen Marstall“ in Altenburg stattfinden. Den Rahmen für die traditionelle Verleihung des Denkmalschutzpreises „Johann-Georg Hellbrunn“ und die Anerkennungen für hervorragendes bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement in der Denkmalpflege bildet das „8. Altenburger Marstallkonzert“ mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera unter der Leitung von Konzertmeister Peter Wicklein. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos, jedoch stehen nur eine begrenzte Anzahl Sitzplätze zur Verfügung.
Premiere hat in diesem Jahr die Stadt Altenburg und der Landkreis als Ausrichtungsort für die traditionelle Eröffnung des Tages des offenen Denkmals für den Freistaat Thüringen am 11. September. Den mit einem Sonderzug anreisenden Thüringer Gästen werden nach der Eröffnungszeremonie im Altenburger Residenzschloss in sechs Busexkursionen Beispiele der reichhaltigen Denkmallandschaft unseres Altenburger Landes vorgestellt.
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