Altenburg, 01.04.2026 00:06 Uhr

Regionales

07:54 Uhr | 24.12.2025

Gedanken zur Weihnachtszeit

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

 

zum Jahresende wünschen sich viele von uns vor allem eines: Ruhe. Momente der Stille, Zeit mit Familie und Freunden und Gelegenheit zum Innehalten. Diese Zeit ist wichtig, denn sie gibt Orientierung, ordnet Gedanken und schenkt neue Kraft. Gerade dieses bewusste Zur-Ruhe-Kommen ist die Voraussetzung dafür, im neuen Jahr wieder entschlossen mit Klarheit, Energie und Tatkraft handeln zu können.

 

Um unsere Situation verbessern zu können, müssen wir uns unserer Ausgangslage bewusst sein und sie klar benennen. Das fällt nicht immer leicht, ist aber notwendig. Das bundesweite Ranking „Zukunftsatlas 2025“ (siehe Link: bit.ly/44kVLGu) führt das Altenburger Land auf Platz 399 von 400 Landkreisen in Deutschland. Dieses Ergebnis ist ernüchternd, doch es beschreibt die Realität. Unsere Region gehört zu den Gebieten mit den niedrigsten Reallöhnen und einer sehr geringen Kaufkraft. Sie weist eine der ältesten Bevölkerungsstrukturen auf, eine dramatische Abwanderung junger Menschen, von denen weit über die Hälfte ihre Zukunft nicht hier sieht, sowie eine ausgeprägte Auspendlerquote. Auch die Gewerbesteuereinnahmen sind so niedrig, dass alle Kommunen des Landkreises zusammen weniger als die Hälfte dessen einnehmen, was allein unsere Partnerstadt Offenburg erzielt.

 

Diese Zahlen machen deutlich, dass Stillstand keine Option ist. Wir dürfen nicht stehen bleiben. Genau deshalb arbeiten wir in Altenburg intensiv und mit großer Entschlossenheit an einer besseren Zukunft für unsere Stadt und damit auch für das gesamte Altenburger Land. Auch Kritikern sei gesagt: Würden wir die vielen angestoßenen Projekte nicht umsetzen, flössen die Fördermittel lediglich in andere Regionen. Wir hätten dann keinen einzigen Euro mehr zur Verfügung, den wir anderweitig einsetzen könnten. Derzeit fließen über 250 Millionen Euro an Fördermitteln in den Landkreis. Ein solches Volumen hat es hier in so kurzer Zeit noch nie gegeben.

 

Deshalb entwickeln wir Industrieflächen, die bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen und dringend benötigte Gewerbesteuereinnahmen generieren können. Dies stärkt nicht nur den städtischen Haushalt, sondern auch den aller Kommunen im Landkreis, da sich dadurch ihr Anteil an der Kreisumlage verringert.

 

Wir stärken unseren Tourismus mit Projekten an Schloss und Lindenau-Museum sowie mit der Spieleerlebniswelt Yosephinum, die unsere Innenstadt und das gastronomische Angebot auf ein neues Niveau heben wird. Das Yosephinum hat noch gar nicht eröffnet, und doch wirft es bereits seine Schatten voraus. Die Ansiedlung des Best Western-Hotels in der Schmöllnschen Landstraße, Anfragen zur Eröffnung gastronomischer Einrichtungen und der Erwerb von Häusern in der Innenstadt durch Investoren sind erst der Anfang. Darüber hinaus fördern wir regionale Besonderheiten wie den Altenburger Safran. Wir investieren in Lebensqualität, in neue Spielplätze, in Kultur und Theater, in das Teichareal, in Straßen und Plätze sowie in die Unterstützung unserer Vereine. Einen klaren Schwerpunkt setzen wir zudem durch die konsequente Digitalisierung und Sanierung unserer Schulen, durch den Einsatz für einen modernen Bildungscampus sowie auf eine nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich neu ausgerichtete Bibliothek. Hinzu kommt die Vorbereitung der Landesgartenschau, die 2032 möglicherweise die erfolgreichste in Thüringen werden kann.

 

Ich erlebe, dass sich im Bund, im Land und auch hier vor Ort etwas bewegt. Dort, wo Menschen lösungsorientiert zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen, entstehen neue Möglichkeiten. Vertrauen wächst nicht durch große Worte, sondern durch konkrete Ergebnisse und verlässliche Entscheidungen. Daran arbeiten wir, und daran möchte ich auch im kommenden Jahr anknüpfen. Altenburg hat inzwischen große Aufmerksamkeit erlangt. Außenstehende sind von unserer Stadt und ihrem aktuellen Weg beeindruckt. Nur wir selbst tun uns manchmal noch schwer, das Positive zu sehen und anzuerkennen.

 

All diese Entwicklungen verfolgen ein gemeinsames Ziel. Wir wollen die Zukunft unserer Stadt und unseres Landkreises so gestalten, dass unsere Kinder hierbleiben oder später mit ihren Familien zurückkehren möchten. Nur wenn wir mutig vorangehen, öffnen sich neue Wege. Wenn wir nichts tun, droht Platz 400. Wenn wir unsere Projekte umsetzen, schaffen wir Perspektiven.

 

Gerade in der Weihnachtszeit sollten wir uns daran erinnern, dass Zukunft dort beginnt, wo Menschen zusammenstehen. Altenburg ist mehr als Statistiken und Ranglisten. Altenburg, das sind über 30.000 Menschen. Engagiert, kritisch, manchmal zweifelnd, aber immer tief mit ihrer Stadt verbunden. Dieses Fundament gibt mir Zuversicht. Nutzen wir die kommenden Tage, um Kraft zu schöpfen, Dankbarkeit für das Erreichte zu empfinden und Vertrauen in das zu fassen, was wir gemeinsam gestalten können. Das neue Jahr wird Herausforderungen bereithalten, aber auch Chancen, wie wir sie lange nicht hatten. Ich bin überzeugt, dass die Stadt Altenburg ihren Weg gehen wird, wenn wir zusammenhalten, mutig entscheiden und Verantwortung übernehmen. Dafür arbeite ich, und dafür bitte ich auch weiterhin um Ihr Vertrauen. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement, Ihre Geduld und Ihre Verbundenheit mit unserer Stadt. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich eine besinnliche Weihnachtszeit, erholsame Tage zwischen den Jahren und ein gesundes, zuversichtliches neues Jahr.

 

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