07:03 Uhr | 04.04.2022
Pressemitteilung · Theater Altenburg Gera
Das Thüringer Staatsballett präsentiert mit „Impulse“ seine nächste Premiere am Sonntag, 10. April um 18:00 Uhr im Theaterzelt Altenburg. Im März 2020 war der dreiteilige Ballettabend bereits erstmals in Gera zu sehen. Das Programm vereint Choreografien aus den Niederlanden und Großbritannien: „ZERO“ von Nanine Linning, „Bolero“ von Ihsan Rustem und „SYNC“ von Nils Christe.
Inspiriert wurde „ZERO“ von einem wissenschaftlichen Artikel über die schrittweise Abnahme der Schwerkraft auf dem Planeten Erde. Nanine Linning stellte sich die Frage, was dann mit den Menschen und allem irdischen Leben geschehen würde. Außerdem spielte hierbei auch der Gedanke an das Tauchen eine Rolle, nämlich als Möglichkeit, sich unter veränderten räumlichen Bedingungen nahezu schwerelos fortzubewegen. In diesem Sinne schlägt „ZERO“ auch eine Brücke zur Idee einer ‚Stunde Null‘ – eines Punktes, der Ende und Neuanfang, Dunkelheit und Licht zugleich symbolisiert.
Im Jahr 1928 komponierte Maurice Ravel für die Tänzerin Ida Rubinstein sein Orchesterwerk „Boléro“, das sich durch zwei exotisch anmutende, sich wiederholende Hauptmotive auszeichnet, die vom konstanten Rhythmus einer Rührtrommel begleitet werden, und sich durch den Einsatz des Instrumentariums von einem gehauchten Staccato zu einer fulminanten Klangexplosion hin steigert. Die Choreografie von Ihsan Rustem nähert sich den eng mit Ravels berühmter Musik assoziierten Themen Liebe, Verlangen und Beziehungen an - allerdings auf eine humorvoll skurrile Weise: Beim Choreografieren konfrontierte er das Ensemble mit Improvisation, Übertreibung, Boden- und Partnerarbeit. Darüber hinaus beeindruckt Bolero neben dem besonderen Tanzerlebnis durch farbenfrohe Körperbemalungen der Künstlerin Mona Jones Cordell.
„SYNC“ – vier Buchstaben, der Titel der von dem Niederländer Nils Christe entwickelten Choreografie, stehen aus dem Englischen abgeleitet für ‚synchronisation‘, ‚syncopation‘ und ‚to be in sync‘ bringen die Essenz seines neoklassischen Ballettes auf den Punkt: Parallelität sowie Einheitlichkeit in Takt und Einklang in den Bewegungen. Technisch präzise ausgeführte Spitzentanz-Formationen, dynamische Gruppensequenzen sowie anspruchsvolle Duos und Soli kreieren eine Reihe von kaleidoskop-artigen Tanzbildern. Durch die Integration einer Traverse durch Ausstatterin (und Ex-Tänzerin) Annegien Sneep wird „SYNC“ ein weiteres Bewegungsinstrument verliehen. Denn die repetitiven Muster gewinnen durch akrobatische Techniken und changierende Tempi an Eigendynamik, und laden das Publikum auch auf energetischer Ebene zum Eintauchen in den Ballettabend ein. Ludocivo Einaudis minimalistische und percussiv-prägnante Klangkulisse komplettiert diese tänzerische Vision.
Weitere Vorstellungen in Altenburg:
Do. 14. Apr · 14:30 Uhr (Stückeinführung 14:00 Uhr im Foyer des Theaterzeltes) / So. 24. Apr · 18:00 Uhr (Stückeinführung 17:30 Uhr im Foyer des Theaterzeltes) / Fr. 3. Jun · 19:30 Uhr (Stückeinführung 19:00 Uhr im Foyer des Theaterzeltes) / Sa. 11. Jun · 19:30 Uhr (Stückeinführung 19:00 Uhr im Foyer des Theaterzeltes)
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