00:00 Uhr | 14.10.2009
Seit 40 Jahren am Landestheater Altenburg
Zu Spielzeitbeginn 1969/70 – gleich nach dem Studium an der Theaterhochschule Leipzig (1965 bis 1969) - erfüllte sich für die Schauspielerin Karin Kundt-Petters der Wunsch, ans Landestheater Altenburg engagiert zu werden. Das Theater kannte sie als Oberschülerin aus Borna bestens. Das war also vor 40 Jahren! Ein außergewöhnliches Jubiläum!
Generalintendant Prof. Matthias Oldag würdigte die Jubilarin auf der Vollversammlung zu Spielzeitbeginn mit herzlichen Worten und aus dem aufbrausenden, nicht enden wollendem Applaus der Kollegen, war die tiefe Zuneigung und Anerkennung, die sie sich erworben hat, zu spüren.
Karin Kundt-Petters gehört zu den in „Publikumslieblinge des Landestheaters Altenburg“ Band 1 – erschienen im Jahr 2004 - von Steven Taubert porträtierten Künstlern, die an der Geschichte des Landestheaters mitgeschrieben haben.
2001 und 2006 wurde sie von den Theatervereinen zum Publikumsliebling gekürt.
1969 begann sie mit den Traumrollen jeder jungen Schauspielerin wie Emilia Galotti, Amalia (Die Räuber), Kathariana (Der Widerspenstigen Zähmung), spielte Ibsens Nora, Sophokles` Elektra, Goethes Stella, um nur einige zu nennen. Sie wuchs ins reifere Rollenfach hinein, wurde Frau von Stein (Peter Hacks), Clara (Vor dem Ruhestand), Jeschute (Ritter der Tafelrunde), Babette (Sugar Dollies), Daja (Nathan der Weise), Ludmilla (Polonaise von Oginski), Frau Miller (Kabale und Liebe) Lotte (Zaungäste) – konnte so ihre ungeheure Wandlungsfähigkeit beweisen. Inzwischen begegnen ihre viele Stücke zum zweiten Mal: in Shakespeares „Romeo und Julia“ war sie Julia, dann Amme, in Kleist „Der zerbrochene Krug“ Eve, später Frau Marthe, in Tschechows „Die Möwe“ Nina, dann Polina. In Goldonis „Der Diener zweier Herren“ spielte sie in ihrer ersten Spielzeit die Smeraldina, in einer späteren Inszenierung Beatrice und nach 35 Jahren wieder die Smeraldina. Gern erinnert sie sich an Monolg-Stücke wie „Maxie Wanders „Guten Morgen, Du Schöne“ oder „Opfer einer Verschwörung“ (Weißenborn). Wichtige Regisseure waren für sie Klaus Fiedler, Christian Bleyhoeffer, Horst Schönemann, Bettina Jahnke. Sie liebt es, für Kinder zu spielen und freut sich, im Weihnachtsmärchen dabei zu sein. Heute ist sie als Rezitatorin wie als Moderatorin gefragt.
Zu den eindrucksvollsten Rollengestaltungen in jüngster Zeit gehören ihre Frauenrollen in Falladas „Der Trinker“ und die Lucille in der Komödie „Der Witwenclub“.
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