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Regionales

00:00 Uhr | 25.09.2009

Konzept als letzte Chance

Areal am Markt wird vorgestellt

Seit den Presseveröffentlichungen zu Jahresbeginn entwickelte die Städtische Wohnungs-gesellschaft das ehrgeizige Bebauungskonzept für das „Areal am Markt“ intensiv weiter.

Bekanntlich beabsichtigt die SWG, in den Jahren 2010 bis 2012 am Standort eine komplexe Neubebauung mit attraktiven innerstädtischen Wohnungen, ergänzt durch begrenzte Handelskapazitäten im Erdgeschossbereich, vorzunehmen.

Dabei galt es, bereits in einer frühen Phase der Vorbereitung zahlreiche Hinweise, Anregungen und Bedenken zu berücksichtigen, die vor allem städtebauliche Aspekte der Einordnung des Vorhabens in den historischen Stadtkern betrafen. Auch der Erhalt und die sinnvolle Integration des seit Jahren leer stehenden Einzeldenkmals „Bei der Brüderkirche 9“ waren Gegenstand verantwortungsbewusster Prüfung.

Am 8. September 2009 wurde das veränderte Bebauungskonzept dem Aufsichtsrat der SWG vorgestellt, der es mehrheitlich für die weitere Vorbereitung sowie die öffentliche Präsentation bestätigte.

Danach ist vorgesehen, das Genehmigungsverfahren im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes in den Altenburger Stadtrat zu bringen.

In der Sitzung am 29. Oktober 2009 soll der Aufstellungsbeschluss im Stadtrat behandelt werden. Er ist der erste Schritt einer weitgehenden Einbeziehung aller Träger öffentlicher Belange sowie der Referate der Stadtverwaltung.

Die Termine zur Beratung im Bauausschuss bzw. mit dem Denkmalbeirat der Stadt Altenburg sind bereits festgelegt.

Außerdem soll die Altenburger Bevölkerung von SWG und Stadtverwaltung detailliert über das Bauvorhaben informiert werden. Dazu findet am Donnerstag, dem 8. Oktober 2009, um 19:00 Uhr in der Altenburger Music-Hall eine öffentliche Präsentation des Bebauungskonzeptes statt. Bereits am 24.09.2009 war eine erste Vorstellung des Bebauungsplanes im Altenburger Stadtrat angesetzt.

Nach derzeitigem Arbeitsstand erfolgt in den Jahres 2010 bis 2012 eine komplexe Neubebauung des Areals zwischen Klostergasse und dem Platz an der Brüderkirche. Dabei ist konzipiert, im Erdgeschossbereich am Markt in einer Größenordnung von 800 m² Einzelhandelsflächen einschließlich erforderlicher Lager- und Logistikkapazitäten für die Konsum-Genossenschaft Leipzig einzuordnen.

Neben erforderlichen Stellplätzen im Gebäudekomplex ist an der südlichen Klostergasse im nichtöffentlichen Raum die Warenanlieferung geplant.

Ein Ladengeschäft am Topfmarkt, Kleingastronomie an der Ecke zur Brüdergasse und Büroflächen im Marktbereich vervollständigen eine überschaubare gewerbliche Nutzung. Das Hauptaugenmerk wird auf die Schaffung moderner innerstädtischer Wohnungen gelegt. Im Rahmen einer offenen Karree-Bebauung sollen auf bis zu 4 Wohnebenen insgesamt 37 gut ausgestattete 2- bis 4-Raum-Wohnungen inklusive Balkon, Loggien, Fahrstuhl sowie zugeordneten PKW-Stellplätzen geschaffen werden. Die Wohnraumgrößen bewegen sich zwischen 57 und 90 m² Wohnfläche für die 2- und 3-Raum-Wohnungen. Die großzügigen 4-Raum-Wohnungen bieten bis 110 m² Wohnfläche. 7 Wohnungen sollen zudem barrierefrei und behindertenfreundlich gestaltet werden.

Der Bedarf an derartigem Wohnraum ist riesengroß. Mehr als 40 Nachfragen wurden bereits bei der SWG registriert. Zudem kündet eine Vollvermietung von über 100 Wohnungen in innerstädtischen Sanierungsobjekten, wie der Teichstraße, Moritzstraße oder Terrassenstraße, vom zunehmenden Interesse, modernen Wohnraum im Stadtzentrum anzumieten.

Leider wird es im Rahmen der Neubebauung nicht möglich sein, die jahrelang leer stehende, teilweise desolate Bausubstanz der vorhandenen Gebäude zu erhalten. Auch das vorhandene Einzeldenkmal „Bei der Brüderkirche 9“ ist davon betroffen. Es lässt sich auf Grund der vorhandenen Höhenverhältnisse am Standort weder in die konzipierte gewerbliche Nutzung noch in die vorgesehene Wohnbebauung sinnvoll integrieren, müsste somit eine separate denkmalgerechte Sanierung erfahren. Diese wiederum würde mit dem Nutzungskonzept des Handels kollidieren und wäre wirtschaftlich nicht darstellbar.

Umso intensiver war der Investor bemüht, den Neubau architektonisch an der historischen Gebäudesubstanz auszurichten. Am Modell des Bebauungskonzeptes wird verdeutlicht, wie Kleinteiligkeit in der Fassadengestaltung, bewegte Dachlandschaften und Fensteranordnung eine harmonische Einbeziehung in die vorhandene Gebäudelandschaft ermöglichen.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens sowie der öffentlichen Diskussion zum Vorhaben bittet die Städtische Wohnungsgesellschaft um vielfältige, sachliche und zielorientierte Meinungsäußerungen.

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