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Regionales

00:00 Uhr | 15.09.2009

Schmöllner SPD enttäuscht

Enttäuscht zeigte sich die SPD-Fraktion im Schmöllner Stadtrat über das Abstimmungsverhalten der Schmöllner Abgeordneten im Kreistag. Der Kreistag entsendet auf Vorschlag des Städte- und Gemeindebundes des Landkreises Vertreter in die Regionale Planungsgemeinschaft. Diesem Gremium obliegt die Aufstellung des Regionalplanes. Der Regionalplan wiederum gilt als wesentliches Instrumentarium regionaler Entwicklung, Raumordnung und überörtlicher Zusammenarbeit und ist somit auch Grundlage für die weitere Entwicklung des Industrieverbundstandortes Schmölln-Gößnitz (Industriegebiet Nitzschka-Nörditz)
Auf Vorschlag des Städte- und Gemeindebundes sollte unter anderem auch der Gößnitzer Bürgermeister Wolfgang Scholz wieder in dieses Gremium entsandt werden. Es entsprach in der Vergangenheit den demokratischen Gepflogenheiten im Kreistag, diesem Vorschlag auch zu folgen. Mit der Begründung, der Städte- und Gemeindebund solle sich dazu noch einmal beraten, wurde die Entscheidung darüber zur letzten öffentlichen Kreistagssitzung mit den Stimmen von CDU, FDP und Regionalen vertagt. Dies kam in den Augen der anwesenden Gäste einer Abwahl Scholz‘ gleich. Auch Schmöllns Bürgermeisterin Kathrin Lorenz (CDU) sprach sich gegen die Entsendung des Gößnitzer Stadtoberhauptes in dieses – auch für die wirtschaftliche Entwicklung Schmöllns – bedeutsame Gremium aus.
Auf die Nachfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Schmöllner Stadtrat, Sven Schrade, zur gestrigen Sitzung des Hauptausschusses, wie dies zum Wahlversprechen Lorenz‘ passe, sich mit voller Kraft für eine weiterhin gedeihliche Entwicklung des gemeinsamen Industriegebietes Nitzschka-Nörditz einzusetzen, wiederholte Lorenz ihr Versprechen einer uneingeschränkten Zusammenarbeit, blieb eine erklärende Antwort zu ihrem Abstimmungsverhalten dennoch schuldig.
„Die fehlende Unterstützung der Schmöllner Bürgermeisterin für ihren Gößnitzer Kollegen enttäuscht meine Fraktionskollegen und mich. Zumal Frau Lorenz betonte, gerade mit der Stadt Gößnitz zum Wohle der Region Schmölln gut zusammenarbeiten zu wollen. In Wolfgang Scholz hätte sie hier einen sachbezogenen und engagierten Mitstreiter gefunden. Wir hoffen, dass dieser Vertrauensverlust keine negativen Folgen nach sich zieht und fordern eine Rückkehr zur Sacharbeit“, äußerte sich Schrade dazu abschließend.

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