15:59 Uhr | 06.06.2018
Silvana Schröders Ballett Eine infernalische Reise/ Letzte Lieder ist am Samstag, 9. Juni, um 19:30 Uhr zum letzten Mal im Landestheater zu erleben. Der zweiteilige, klassische Ballettabend basiert musikalisch auf der Dante-Sinfonie von Franz Liszt und den Vier letzten Liedern von Richard Strauss. Neben den Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts sind auch das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter Leitung von Takahiro Nagasaki, die Damen des Opernchores von Theater&Philharmonie Thüringen und die Sopranistin Anne Preuß an der Vorstellung beteiligt.
Dante Alighieris Die göttliche Komödie diente Franz Liszt als literarische Inspirationsquelle für seine 1857 in Dresden uraufgeführte Dante-Sinfonie. In dem Vers-Epos begibt sich Dante in Begleitung des antiken Dichters Virgil gedanklich auf eine weite Reise. Der Weg führt die beiden durch die Hölle und das Fegefeuer bis ins Paradies. Das Leben, so die Erkenntnis, endet nicht mit dem Tod. Das Wohlergehen der Menschen im Jenseits jedoch hängt von deren Verhalten im Diesseits ab. Silvana Schröder inszeniert den Weg vom Inferno über das Purgatorio bis hin zur Erlösungshoffnung des finalen Magnifikat als eine bewegende Reise im Wechselspiel zwischen kraftvollen Gruppenszenen und lyrischen Duetten.
Tiefgreifende Fragen nach dem Sinn des Lebens und der Endlichkeit allen Seins stellt auch Richard Strauss in den Vier letzten Liedern, die er 1948 in Erwartung seines baldigen Todes zu Gedichten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff komponierte. Als erstes deutsches Ballettensemble zeigt das Thüringer Staatsballett eine tänzerische Interpretation dieser vier so persönlichen wie virtuosen Lieder – „Frühling“, „September“, „Beim Schlafengehen“ und „Im Abendrot“, live gesungen von der Sopranistin Anne Preuß.
30 Minuten vor Vorstellungsbeginn lädt Dr. Daniel Siekhaus in der Grünen Ecke zur Einführung ein.
Traditionell wird auch in diesem Jahr die Reihe der Kammerkonzerte von Theater&Philharmonie Thüringen mit dem Programm Neue Musik aus Mitteldeutschland beschlossen. Im 7. Kammerkonzert, das am Sonntag, 10. Juni 2018 um 11:00 Uhr im stimmungsvoll-inspirierenden Ambiente des Lindenau-Museums Altenburg stattfindet, erklingen u. a. Werke von Joe Schittino, Olav Kröger und Günther Witschurke. Für Konzeption und Moderation zeichnet Andreas Ebert.
In den letzten Jahren standen bereits zwei Kompositionen von Joe Schittino auf dem Programm der Konzertreihe. Schittino ist zwar Sizilianer, aber es verbindet ihn vieles mit Mitteldeutschland, besonders die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem viel zu früh verstorbenen Dichter Klaus Rohleder aus Waltersdorf. Schittino hat das Quartett für Holzbläser für das ensemble diX (Andreas Knoop (Flöte), Albrecht Pinquart (Oboe), Hendrik Schnöke (Klarinette), Roland Schulenburg (Fagott)) geschrieben, das es nun auch uraufführen wird.
Auch das Concertino für Flöte und Klavier, interpretiert vom Komponisten am Klavier gemeinsam mit Kathrin Osten (Flöte), wird an diesem Vormittag seine Uraufführung erleben.
Der Altenburger Kulturpreisträger und Komponist Günther Witschurke wurde im letzten Jahr unter großer Anteilnahme in Altenburg beigesetzt. Zur Erinnerung an den Künstler, der über Jahrzehnte als Posaunist in der Landeskapelle Altenburg musizierte und das Musikleben der Stadt bereicherte, erklingt seine Komposition Totenklage. Ballade für 4 Holzblasinstrumente. Komponiert 1992 für die Beerdigung eines Kollegen, der während einer Vorstellung gestorben war, öffnet sich die Klage in inniger Bewegung und großer Ruhe zu wissender und hoffnungsvoller Zuversicht.
Es musizieren Kathrin Osten (Flöte/Piccolo), Robert Matthes (Englisch Horn), Tobias Meier (Fagott) sowie Michael Böhme (Kontrafagott).
Das Open-Air-Stück des Schauspiels inszeniert Schauspieldirektor Manuel Kressin selbst und hat sich dafür Molières Klassiker „Der eingebildet Kranke“ ausgesucht. Theater&Philharmonie Thüringen veranstaltet dieses Sommerevent in Zusammenarbeit mit dem Schloss- und Kulturbetrieb Residenzschloss Altenburg an einem ganz besonderen Ort: Unter freiem Himmel im Schlosspark auf Stühlen auf der kleinen Teehauswiese sitzend, können die Zuschauer komödiantisch unterhalten die milden Abendstunden genießen. Die Premiere am Sonntag, 10. Juni, um 18 Uhr, ist ausverkauft.
Bei schlechtem Wetter finden die Aufführungen im Landestheater statt.
Argan ist Hypochonder. Es geht ihm jeden Tag aufs Neue schlecht. Deshalb umgibt er sich mit einer Schar von Ärzten und Apothekern. Die bestärken ihn gern in seiner eingebildeten Krankheit und nutzen seine Wehwehchen aus, um diverse Untersuchungen und Behandlungen anzuordnen. Vor allem stellen sie Argan ihre Arbeit auch gern in Rechnung. Leidtragende ist die Tochter Angélique. Da ihr Vater unbedingt einen Arzt in der Familie haben möchte, soll sie den Medizinstudenten Thomas heiraten – verliebt ist sie aber in Cléanthe. Stiefmutter Bélinde sähe Angélique ohnehin am liebsten im Kloster und Argan unter der Erde. Doch das Dienstmädchen Toinette und Argans Schwester Béraldine haben einen Plan ...
Der eingebildet Kranke ist das letzte Stück des französischen Dramatikers Jean-Baptiste Poquelin, genannt Molière (1622-1673). Heute gilt er als Schöpfer der französischen Komödienkunst und Begründer der neueren Charakterkomödie. Die zeitlosen Themen seiner Stücke sind die Laster und Schwächen der Menschheit; in Der eingebildet Kranke sind es. Habgier und Selbstmitleid. Die parodierte Überheblichkeit und Unwissenheit der Ärzte war Molière gut bekannt: Er litt unter einem labilen Gesundheitszustand. In der Uraufführung spielte Molière den eingebildet Kranken selbst. Sein Tod ging in die Theatergeschichte ein: Während einer der folgenden Vorstellungen erlitt er auf der Bühne einen Anfall und verstarb kurz darauf – noch im Kostüm.
Weitere Vorstellungen:
Fr 15.06.2018 / 20:00 Uhr
Sa 16.06.2018 / 20:00 Uhr
Fr 22.06.2018 / 19:30 Uhr
Sa 23.06.2018 / 20:00 Uhr
So 24.06.2018 / 18:00 Uhr
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