18:08 Uhr | 05.12.2017
FDP sieht Befürchtung bestätigt
Bereits bei der Vorstellung der sächsischen Juso-Chefin Katharina Schenk als neue persönliche Referentin des Altenburger Oberbürgermeisters haben die Freien Demokraten die Befürchtung geäußert, dass Wolf mit ihr auf Kosten der Stadtkasse in den SPD-OB-Wahlkampf ziehen wolle. Dass er nach seinem überraschend angekündigten Rückzug vom Chefsessel im Altenburger Rathaus im nächsten Jahr jetzt den Staffelstab an sie übergeben möchte, empört nicht nur FDP-Stadtrat Detlef Zschiegner.
"Da die Altenburger SPD ganz offensichtlich keinen geeigneten Kandidaten hat, den sie in das Rennen um die Nachfolge ihres Oberbürgermeisters schicken kann, soll nun zu Lasten der Altenburger Steuerzahler eine Leipzigerin zur OB-Wahl fit gemacht werden. Für eine Stadt, von der sie selber sagt, dass sie sie gar nicht kenne. Das schlägt dem Fass den Boden aus! Es würde mich und viele andere Altenburger nicht wundern, wenn sich Michael Wolf von seinen Genossinnen und Genossen zum Ende seiner Amtszeit in die Geschäftsführung eines kommunalen Unternehmens hieven lassen will, um von dort aus weiter die Strippen in der Skatstadt zu ziehen. So wird in der Stadt bereits gemunkelt, dass er möglicherweise selber die Nachfolge von SWG-Chef Rüger antreten möchte. Das würde seinem Politikstil entsprechen, denn vom Oberbürgermeister im Rathaus zum Oberkellner im Ratskeller wird er die Karriereleiter sicherlich nicht herabsteigen wollen", erklärt der sichtlich verärgerte Altenburger FDP-Stadtrat und Kreisvorstand gegenüber der Presse.
Für die Freien Demokraten zeigt die Entwicklung der letzten Monate, dass die SPD nicht nur im Bund und im Land, sondern auch in der Skatstadt zunehmend das Gespür für ihre Wählerinnen und Wähler verliert. "So wenig wie die Bürgerinnen und Bürger auf den Schulz-Zug von Würselen nach Berlin aufgesprungen sind, so wenig Interesse und Verständnis haben sie für eine Schenk-S-Bahn von Leipzig nach Altenburg - noch dazu, wenn sie - die Bürgerinnen und Bürger - dafür zur Kasse gebeten werden sollen, dass sie - Katharina Schenk - erster Klasse auf den Chefsessel der Skatstadt fahren kann", sagt Zschiegner und empfiehlt den Altenburger Wählerinnen und Wählern, bei der OB-Wahl im kommenden Frühjahr dann doch lieber auf ein einheimisches "Gewächs" zu setzen. "Mit André Neumann haben wir nicht nur einen engagierten und politisch erfahrenen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters. André Neumann ist darüber hinaus auch ein waschechter Altenburger, der weiß, wie die Menschen in seiner Heimatstadt ticken. Und der seinen Wahlkampf aus eigener Tasche und mit Spenden finanziert, aber nicht mit Steuergeldern. Denn die kann man in Altenburg für viele andere Sachen eindeutig besser verwenden", so Detlef Zschiegner abschließend.
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