Altenburg, 22.01.2019 14:05 Uhr

Regionales

15:18 Uhr | 08.11.2018

Thüringer haben großes Bedürfnis nach Heimat

„Die Menschen in Thüringen haben ein großes Bedürfnis nach Heimat. Die enge Bindung der Thüringer an ihren Ort, ihre Region und das Land ist mehr als eindeutig." Das ist für den Altenburger Landtagsabgeordneten Christoph Zippel eine zentrale Botschaft des Thüringen-Monitor 2018, der am heutigen Donnerstag im Thüringer Landtag beraten wird. So hatten 96 Prozent der Befragten angegeben, dass ihnen ihre Heimat wichtig sei, womit die Bewohner des Freistaates weit über dem Bundesdurchschnitt von 77 Prozent liegen.

„Ich hoffe, dass dieser Befund endlich jene eines Besseren belehrt, die meinen, lokale und regionale Identität sei unwichtig", erklärt Zippel. Umso mehr komme es darauf an, identifikations- und gestaltungsfähige Strukturen zu erhalten und den ländlichen Raum nicht abzuhängen, so der CDU-Abgeordnete. „Heimatstolz in Sonntagsreden zu beschwören reicht nicht. Die Landesregierung muss nun auch Taten folgen lassen und unsere Kommunen vor allem finanziell besser ausstatten sowie endlich ihren heimlichen Traum von Großkreisen und Zwangsfusionen begraben", fordert Zippel. Dabei sei es nicht mit punktuellen Einzelmaßnahmen getan, um die Städte und Gemeinden ruhig zu stellen. „Es geht darum, die Kommunen finanziell so zu stellen, dass sie ihre alltäglichen Aufgaben erfüllen können. Dass sie Kindergärten, Schulen und Straßen sanieren können und sich nicht von Haushalt zu Haushalt hangeln müssen", sagt der Altenburger Abgeordnete.

Zippel weist darauf hin, dass laut Thüringen-Monitor eine starke Identifikation mit der eigenen Gemeinde auch förderlich für Offenheit und Toleranz ist. „Hier hat die Landesregierung ein wirksames Rezept gegen Extremismus, wenn sie es denn sehen will. Starke Kommunen mit guten Lebensbedingungen und guten Zukunftsaussichten sind ein wirksames Mittel gegen das Gefühl, abgehängt zu sein ebenso wie gegen extreme Ansichten gleich welcher Art", so Zippel abschließend.

Hintergrund:

Der Thüringen-Monitor ist eine repräsentative Untersuchung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Wissenschaftler untersuchen seit der Jahrtausendwende jährlich im Auftrag der Landesregierung die Einstellungen und Meinungen der Bürger im Freistaat. In diesem Jahr wurden dafür 1.057 wahlberechtigte Thüringer befragt.

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