Altenburg, 17.01.2019 18:22 Uhr

Regionales

16:44 Uhr | 07.11.2018

Theatertipps für Altenburg zum Wochenende

Theater&Philharmonie Thüringen beteiligt sich am Freitag, 9. November, an der Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer der Progromnacht im Altenburger Land, zu der um 15 Uhr auf den Marktplatz eingeladen wird.

In der Reihe „Wider das Vergessen“ zeigt Theater&Philharmonie Thüringen am 9. November um 19.30 Uhr im Heizhaus Udo Zimmermanns Kammeroper für 2 Sänger und 15 Instrumentalisten „Weiße Rose“ in der Neufassung von 1985. Das Libretto schuf  Wolfgang Willaschek.

Die musikalische Leitung hat Takahiro Nagasaki. Als Hans und Sophie Scholl sind zwei junge Sänger zu erleben: Florian Neubauer (aus dem Thüringer Opernstudio) und Yuko Hayashi (Studentin der Weimarer Musikhochschule).

Ab Sommer 1942 verbreitete die studentische Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ im süddeutschen Raum Flugblätter gegen Hitler und das nationalsozialistische Regime. Sie forderte darin zunächst zum passiven Widerstand auf, aber schon bald auch zum Sturz der Regierung. Die Flugblätter waren mehr als nur ein Aufstand des Gewissens. Sie waren politisch hoch motiviert und entstanden aus der Überzeugung heraus, dass man nicht mehr schweigend zuschauen dürfe, sondern Widerstand gegen das verbrecherische System leisten müsse. Die fünf Münchner Studentinnen und Studenten sowie ihr Professor bezahlten diese Überzeugung mit ihrem Leben. Sie wurden 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Udo Zimmermanns (*1943) facettenreiche Partitur bewegt sich zwischen musikalischem Aufschrei und innerer Stille. Die Uraufführung fand 1986 in Hamburg statt; seitdem gehört das Werk zu den erfolgreichsten deutschen Nachkriegsopern.

 

Die Aufführung von Marc-Uwe Klings „Känguru-Chroniken“ am Samstag um 19.30 Uhr im Heizhaus ist ausverkauft. Interessenten bleibt nur die Nachfrage an der Abendkasse.

 

Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ in der Regie und Ausstattung von Kobie van Rensburg erlebt am Sonntag, 11. November, um 18.00 Uhr im Landestheater seine Altenburger Premiere.

Kobie van Rensburg, weltweit gefeierter Tenor, hat zwischenzeitlich ins Regiefach gewechselt. Nach Regiearbeiten in München, Halle, Chemnitz u. a. schließt sich nun mit seiner Inszenierung der „Entführung aus dem Serail“ ein Kreis, denn als Belmonte in diesem Werk debütierte der Südafrikaner als Zwanzigjähriger 1991 an der Roodepoort City Opera. Kobie van Rensburgs Inszenierungen bestechen durch das fundierte musikalische Wissen, aus dem sie erwachsen und durch aufwändige Videografie, die szenische und dramaturgische Aufgaben erfüllt.

Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Laurent Wagner. In den Partien:  Kai Wefer (Bassa Selim), Ezgi Alhuda (Konstanze), Miriam Zubieta (Blonde), János Ocsovai (Belmonte), Timo Rößner (Pedrillo), Ulrich Burdack (Osmin). Der Opernchor singt in der Einstudierung von Gerald Krammer.

Die Sängerin Ezgi Alhuda, die als Gast die Partie der Konstanze übernimmt,  wurde 1992 in Izmir (Türkei) geboren und studierte nach ihrem Schulabschluss zunächst in ihrer Heimatstadt Textilingenieurwesen. 2013 nahm sie ihr Gesangsstudium an der Universität Mozarteum Salzburg auf und studierte dort zunächst bei Boris Bakow; seit 2015 studiert sie in der Klasse von Ildikó Raimondi. Konzerte führten sie u. a. nach Wien, Salzburg, Istanbul und Izmir.

Konstanze, ihre Bedienstete und Freundin Blonde sowie deren Freund Pedrillo fallen auf einer Seereise Piraten in die Hände, die sie auf einem Sklavenmarkt verschachern. So geraten sie ins Haus des Paschas Bassa Selim. Dieser verliebt sich in Konstanze und umwirbt sie. Blonde überlässt er seinem Aufseher Osmin, der mit allen Mitteln um ihre Liebe ringt. Belmonte, Konstanzes Verlobter, findet nach abenteuerlicher Suche das Serail. Sein Diener Pedrillo, der beim Bassa mittlerweile als Gärtner tätig ist, schleust ihn in den Harem.

Sie schmieden einen Plan, um die stolzen Frauen aus ihren amourösen Verstrickungen zu befreien. Doch die Entführung scheitert und das Leben der vier Unglücklichen liegt in der Hand des Bassas.

Im Mittelpunkt des zutiefst humanistischen Werks stehen große Themen wie Liebe, Treue, Eifersucht sowie das Ringen mit Vorurteilen.

Mit modernen technischen Videomitteln gelingt es Kobie van Rensburg, das traditionelle Prospekttheater ins Heute zu übertragen.

Kaiser Joseph II. gab 1782 die Komposition der Entführung aus dem Serail in Auftrag, um der italienischen Oper eine genuin deutsche entgegenzusetzen. Sie besitzt volkstümlichen Charakter und ihr Grundtenor ist spielerisch und heiter, wobei Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) Musik zuweilen auch ernste und gefühlvolle Züge trägt. Eine Besonderheit stellte damals die „türkische“ Musik dar, die Mozart der Janitscharenmusik entlehnte und v. a. den orientalischen Figuren zur Seite stellte.

weitere Meldungen aus dieser Rubrik

14.01.2019

altenburg.tv Programmvorschau

Unser aktuelles Programm im Kabelnetz der pyur und der vodafone/Kabel Deutschland in ganz Thüringen. [mehr]

11.01.2019

Kurznachrichten

Aktuelle Meldungen der Woche [mehr]

12.01.2019

Auswertung Adventskalender

Dieser Beitrag unternimmt einen Blick zurück. Zurück auf den Dezember in Schmölln, auf den Dezember mit seinem Lebendigen... [mehr]

10.01.2019

Finanztipp Bauen

Wie finanziere ich die eigenen vier Wände und worauf muss ich dabei achten. In unserem Finanztipp erhalten Sie wertvolle hinweise. [mehr]

10.01.2019

Tag des Apfels im Landkreis

Der 11. Januar gilt als "Tag des deutschen Apfels". Unser Kalender ist ja voll mit Tagen, die irgendeinem Anlass oder Objekt gewidmet... [mehr]

13.01.2019

Leaderprojekt im Leinawald

Ein Landwirtschaftsunternehmen mitten im Dorf, das braucht neben fähigen Mitarbeitern heutzutage vor allem eins – Akzeptanz in der... [mehr]

08.01.2019

Altenburg bei Nacht

Anlässlich der diesjährigen Sonderausstellung „Stadt. Mensch. Geschichten. – Atelierfotografie Arno Kersten 1867-1938“ schreibt der... [mehr]

10.01.2019

Zippel unterstützt Petition gegen Schulgesetz

Altenburg - „Das rot-rot-grüne Schulgesetz wird drastische Folgen für die Thüringer Schullandschaft haben, vor allem im ländlichen Raum.... [mehr]

31.12.2018

Nonsenf - Die Lateshow

Nonsenf - Die Lateshow bei altenburg.tv zum Jahreswechsel [mehr]