Altenburg, 15.11.2018 20:09 Uhr

Regionales

16:35 Uhr | 16.07.2018

Die Känguru-Chroniken

Marc-Uwe Kling (*1982) hat mit dem kommunistischen Känguru eine Figur geschaffen, die gesellschaftliche Fragen unserer Zeit aufgreift und dazu anregt, einmal mehr um die Ecke zu denken. Die (Hör-)Buchreihe Die Känguru-Chroniken bildet dabei die Grundlage für die Theateradaption, für die Marc-Uwe Kling zusätzlich eigene Lieder eingefügt hat, die auf der Bühne von Musiker Marco de Haunt interpretiert werden. Alexander Flache inszenierte die Känguru-Chroniken bei Theater&Philharmonie Thüringen in der Ausstattung von Petra Linsel. Es spielen: Kleinkünstler Maximilian Popp · Känguru Ioachim Zarculea · Typ, der alle anderen spielt Bruno Beeke.

Nach dem großen Erfolg in Gera mit nur ausverkauften Vorstellungen erlebt die Inszenierung am Sonntag,  23. September, um 18:00 Uhr  im Heizhaus ihre Altenburger Premiere.

Das Stück zeigt philosophische und amüsante Anekdoten aus dem WG-Leben der Protagonisten und nimmt dabei auch das Genre Theater selbst aufs Korn.

 

„Ach. Mein, dein. Das sind doch bürgerliche Kategorien“, sagt das Känguru. Nach diesem Motto hat es sich nicht nur sämtliche Zutaten für die Eierkuchen zusammengeschnorrt, sondern zieht auch einfach gleich beim (Achtung, böses Wort!) „Kleinkünstler“ Marc-Uwe ein. Dort liegt es in der Hängematte, wirft sich Schnapspralinen ins Maul und arbeitet seine Not-to-do-Liste ab: Es verzichtet auf alles, was es als schlecht für sich, andere oder die Umwelt einstuft – und vollzieht damit gewissermaßen eine Umkehrung des Kategorischen Imperativs. Nicht auf dieser Liste stehen die Besuche der Kneipe „Bei Herta“. Deren resolute Wirtin lebt, arbeitet und diskutiert nach ihrem Leitspruch: „Du denkst dir vielleicht, du bist hart, aba ick bin Herta!“ Als es dem Känguru doch zu langweilig wird, gründet es „Das Asoziale Netzwerk“ – eine Anti-Terror-Organisation gegen den Kapitalismus und das Böse in der Welt. Gemeinsam mit dem Kleinkünstler zieht es im Namen des Netzwerks umher, um Patrioten und Nazis zu boxen, Graffiti zu korrigieren oder Mitarbeiter verschiedener Banken durch scheinbar entwaffnende Ehrlichkeit zum Umdenken zu bewegen.

 

Weitere Vorstellungen: 25. Sept. 10 und 18 Uhr, 29. Sept., 1. Okt. 19.30 Uhr, 16. Okt. 18 Uhr, 10. Nov., 7. Und 13. Dez., 29. und 30. Jan. 19.30 Uhr

Karten an den Theaterkassen, Telefon 03447-585177 oder 0365-8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de

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