Altenburg, 19.07.2018 21:14 Uhr

Regionales

09:17 Uhr | 05.12.2017

Theatertipps zum Wochenende für Altenburg

Am Freitag, 8. Dezember, um 19.30 Uhr ist die letzte Gelegenheit Brecht / Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" im Landestheater zu sehen. In der Inszenierung von Roland Schwab ist das als Oper bezeichnete Werk als kulinarisches Rockspektakel aufbereitet. Thematisiert werden in dem 1930 in Leipzig uraufgeführtem Opus die Auswüchse von Kapitalismus, übermäßiger Freizeit und ungebremstem Konsum und die mit ihnen verbundenen Illusionen. Zu den Texten von Bertolt Brecht (1898-1956) schrieb Kurt Weill (1900-1950) eingängige Songs - am berühmtesten wohl der Alabama Song, auch bekannt als Whisky Bar.
Witwe Begbick, Fatty und Dreieinigkeitsmoses gründen mitten in der Wüste die Stadt Mahagonny, in der alles erlaubt ist. Und so entfaltet Mahagonny eine große Anziehungskraft für Vergnügungssüchtige, Glücksspieler und Liebestolle. Es kommen Heilsbringer, Holzfäller und Huren. Nur eines gilt in dieser Stadt als Verbrechen: kein Geld zu haben. Wie heißt es in einem der Songs „Erstens, vergesst nicht, kommt das Fressen, zweitens kommt der Liebesakt, drittens das Boxen nicht vergessen, viertens Saufen, laut Kontrakt. Vor allem aber achtet scharf, dass man hier alles dürfen darf." Die musikalische Leitung hat Takahiro Nagasaki. In den Partien: Leokadja Begbick: Christel Loetzsch · Fatty: Paul Kroeger· Dreieinigkeitsmoses: Kai Wefer · Jenny Hill: Anne Preuss · Jim Mahoney: Hans-Georg Priese · Jack O‘Brien: Peter Koppelmann als Gast · Bill: Johannes Beck · Joe: Ulrich Burdack · Tobby Higgins: Florian Neubauer. Der Opernchor singt in der Einstudierung von Holger Krause.

„Vom Gefühl her: Fuck u!" ist der Titel eines Stücks, das Dirk Laucke im Auftrag des Theaters geschrieben hat und das nun am Samstag, 9. Dezember, um 19.30 Uhr auf dem Spielplan im Heizhaus steht - und das zum JOKERpreis, d.h. jede Karte ist für 8,- Euro zu haben.
Wenn sich das Leben vor allem um die Droge dreht, ist alles andere zu viel - Arbeit, Schule, Freunde und erst recht: ein Baby. So geht es auch Jenny. Ihr Kind kommt aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit zu früh auf die Welt und liegt im Brutkasten. Während Jenny vor allem mit sich selbst beschäftigt ist, versucht ihr Freund Nico händeringend, alles in den Griff zu bekommen. Umso enttäuschter ist der junge Vater, als Jenny aus dem Krankenhaus zu Nicos Freund und Arbeitskollegen Kevin flüchtet. Beide konsumieren Crystal Meth, die Droge, die scheinbar unendlich viel Energie bringt und doch das Leben der Teenager aus den Fugen geraten lässt. Kevins kleine Schwester Sam beobachtet das Chaos, in das die junge Familie gerät. Nico versucht zu retten, was noch zu retten ist. Und dabei hat das Baby noch nicht einmal einen Namen ...
Mit seinen Stücken ist Dirk Laucke am Puls der Zeit. Es spielen Johannes Emmrich (Nico), Nolundi Tschudi (Jenny), Manuel Struffolino (Kevin) und Michaela Dazian (Samantha).

Auf rätselhafte Weise verschwinden die vom Müller Weiss produzierten Mehlsäcke, die aber Grundlage für die köstlichen Törtchen der Bäckerei Grimm sind. So hat der Müller keine Zeit für seinen Sohn, weil er immer wieder neu Korn mahlen muss. Als Spielgefährte bleibt dem Jungen nur sein Kater, den er als ziemlich nutzlos empfindet, weil er nicht ahnt, dass dieser sich nachts, wenn alle Katzen grau sind, die Stiefel anzieht, um gemeinsam mit den anderen Katzen der Stadt nach der Lösung des Problems zu suchen....
„Der gestiefelte Kater" in der Bühnenfassung und Inszenierung von Christine Bossert ist am Sonntag um 16 Uhr wieder im Landestheater zu erleben. Es gibt noch Karten.
Es spielen: Manuel Struffolino (Kater), Danijel Gavrilovic (Alex Weiss/ Wilder Junge/ Kunde), Johannes Emmrich (Leonhard Weiss/ Wilder Junge), Alexandra Sagurna (Katze Ana/ Kundin), Michaela Dazian (Margot Vapyr/ Frau Grimm), Madeline Hartig (Lisa Grimm/ Kater Mathias) und als Musiker Olav Kröger.

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, telefonische Reservierungen unter 03447-585177 oder 0365-8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de
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