In der jüngsten Sitzung des Kreistages wurden dessen Mitglieder informiert, dass derzeit Landkreis und Flugplatz GmbH mit einem Privatinvestor für den Leipzig-Altenburg Airport in Verhandlung stünden. Genaueres blieb man den gewählten Vertretern allerdings schuldig. Es solle sich aber um ein Unternehmen handeln, welches auch Flugzeuge stationieren wolle, allerdings nicht der Luftfahrtbranche zu zuschlagen sei. Im öffentlichen Teil der Sitzung wurde per Beschluss ein möglicher Verkauf vorbereitet. Demnach dürfte die öffentliche Hand, zu der derzeit so gut wie alle Gesellschafter gehören, auch weniger als 51 Prozent besitzen.
Manchem Kreistagsmitglied soll der neue Investor aber eher nebulös erschienen sein. Genaue Informationen zu dem Unternehmen habe es nicht gegeben. Und so fühlte sich mancher an den Investor Tanniveld erinnert, der einst das Schloß Tannenfeld kaufen wollte, von dem man aber bis heute nichts mehr gehört hat.
Damit bleibt unklar, ob es sich um einen ernsthaften Interessenten für den Airport handelt. Dies konnte wohl auch Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos) auf Nachfrage nicht versichern.
Die Finanzsituation der Flugplatz GmbH sei derzeit allerdings mehr als angespannt. So hätten einige Gesellschafter bis heute die Pflichtzuschüsse nicht bezahlt, was das Unternehmen in gefährliches Fahrwasser bringen würde.
Offenbar vor diesem Hintergrund soll in der Stadt Altenburg eine Sonderstadtratssitzung stattfinden. Mittlerweile verdichten sich die Informationen, dass es im nicht öffentlichen Teil der Sitzung um die prekäre Finanzsituation des Airports gehen soll. Mehrfach war gegenüber unserer Redaktion von einer „Insolvenz“ die Rede.
Möglicherweise war es auch diese Finanzsituation die jetzt den Rechtsstreit der Flugplatz GmbH gegen die Stadtwerke Altenburg beendete. So schlug die Kreisverwaltung dem Kreistag vor, dass man nicht in die nächste Instanz geht, sondern sich vergleicht. Der Airport hatte die Kündigung der Stadtwerke für nichtig erklärt und in der ersten Instanz verloren.
Übrigens soll am Rande der Kreistagssitzung zumindest geklärt worden sein, warum man vom Investor Tanniveld nichts mehr gehört hat. Dessen Geschäftsführer sollen angeblich beide im Gefängnis sitzen.










