Zu gleich zwei Themen kam Thüringens Verkehrminister Christian Carius (CDU) in das Altenburger Land. Ein runder Tisch sollte Ruhe in das Thema Leipzig-Altenburg Airport bringen und gleichzeitig sollte über die Wachstumsinitiative des Landes Thüringen gesprochen werden.
Allerdings hätte eine Abstimmung der Termine vermutlich gut getan. Nicht nur, dass das Treffen mit der Bürgerinitiative "Zukunft für das Altenburger Land" platzte. Immerhin befanden sich die Miglieder der Inititaitve bei ihrer wöchentlichen Veranstaltung in der Altenburger Brauerei. Auch, dass die Stadt Altenburg die, schon länger vorbereitete, Festsitzung des Stadtrates durchführte, hielt viele politisch wichtige Akteure vom Treffen mit dem Minister ab.
Aber auch offiziell erhielt der Minister einen Korb von der Bürgerinitiative oder auch dem Landrat des Altenburger Landes. Zu tief sitzt scheinbar der Frust über ein dubioses Gutachten aus Carius' Haus zum Airport und die angebliche Mogelpackung einer Wachstumsinitiative. Tiefer könnte die Kluft zwischen Regierenden und Regierten nicht sein.
Und so ging an den Betroffenen auch eine Zusage vorbei, die der Minister in der anschließenden Pressekonferenz wiederholte. So könne Carius sich vorstellen dem Airport 250.000 Euro pro Jahr für die Flugsicherung zur Verfügung zu stellen. Eine solche Vereinbarung könne getroffen werden, wenn der Flugplatz ein tragfähiges Konzept vorstellen würde. Auch Low-Cost Carrier könnten Altenburg weiterhin nutzen. Aber das Land würde dies nicht mit zusätzlichen Mitteln unterstützen.
Damit rudert Carius zurück. Nach Vorstellung der, mittlerweile stark umstrittenen, Studie von K&E Consult, hatte der Minister erklärt, dass er keine Notwendigkeit sehe, weiterhin die Kosten der Flugsicherung zu tragen.
Mehr zu den Themen Wachstumsinitiative und Carius-Besuch sehen Sie in unserer Sendung am 12. November um 18.30 Uhr.










