Das bedeutendste Altenburger Straßenbauprojekt dieses Jahres nimmt Konturen an. Der städtische Bauausschuss befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Vorhaben, den provisorischen Kreisverkehr in der Zeitzer Straße durch einen Neubau zu ersetzen. Die Entwurfsplanung für die aufwändige Maßnahme stieß bei den Ausschussmitgliedern auf große Zustimmung, zehn Stadträte votierten dafür, einer enthielt sich der Stimme. Seit Oktober 2007 existiert an dem viel befahrenen Knotenpunkt, wo der Verkehr aus der Zeitzer Straße, der Rudolf-Breitscheid-Straße sowie der Robert-Koch-Straße und Am Steinweg aufeinander trifft, ein provisorischer Kreisverkehr. Die mit dieser Übergangslösung gesammelten Erfahrungen zeigen, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle gute Dienste leistet. Er kann das enorme Verkehrsaufkommen, durchschnittlich 18.000 Kraftfahrzeuge am Tag, besser bewältigen, als es mit der Ampelregelung der Fall war. Diesen Aspekt hob auch Oberbürgermeister Michael Wolf im Ausschuss hervor.
„Der Verkehr fließt besser“, so das Stadtoberhaupt. Mit dem angepeilten Neubau des Kreisverkehrsplatzes soll der gesamte Kreuzungsbereich städtebaulich aufgewertet werden. Als Vorbild kann der neue Kreisverkehr vor dem Marstallgebäude betrachtet werden. Der neue Kreisverkehr in der Zeitzer Straße wird gemäß der Entwurfsplanung einen Durchmesser von 26 Metern haben, die überfahrbare Spur wird insgesamt 7,50 Meter breit sein. Bei der Bauausführung wird besonderes Augenmerk auf die Erhöhung der Sicherheit für die Fußgänger gelegt. Dies soll durch den Einbau ausreichend großer Mittelinseln in den Zufahrten und die Anordnung von Fußgängerüberwegen, die wie Zebrastreifen gestaltet sind, erreicht werden.
Insbesondere Schülern sowie Besuchern und Patienten der Klinik für Psychiatrie soll auf diese Weise die gefahrlose Überquerung der Straße ermöglicht werden. Zwar gilt schon jetzt, dass Fußgänger Vorrang haben, diese Regel wird nach Beobachtung von Verkehrsexperten aber noch von zu vielen Kraftfahrern nicht beziehungsweise nicht ausreichend beachtet. Im Zuge der Gestaltung des Kreuzungsbereichs werden die überflüssig gewordenen Ampeln demontiert. Die Robert-Koch-Straße soll im Interesse der Anwohner Einbahnstraße bleiben, zum einen weil dies zu einer Verkehrsberuhigung geführt hat, zum anderen weil so zusätzliche Parkplätze zur Verfügung stehen.Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass mit dem Bau des Kreisverkehrs im September dieses Jahres begonnen wird. Da auf einen grundhaften Ausbau verzichtet werden kann und Ver- und Entsorgungsleitungen bereits zu einem früheren Zeitpunkt erneuert wurden, soll das Bauvorhaben bis zum November dieses Jahres realisiert werden. Der Zeitplan kann allerdings nur eingehalten werden, wenn der Fördermittelbescheid rechtzeitig erteilt wird. Für die Finanzierung des Neubaus, dessen Gesamtkosten einschließlich Planungsleistungen voraussichtlich bei rund 250.000 Euro liegen werden, ist die Stadt nämlich auf Gelder aus dem Bund-Länder-Programm für städtebaulichen Denkmalschutz angewiesen.










