Mit Unverständnis und Verärgerung habe die Fraktion Pro Altenburg im Stadtrat zur Kenntnis genommen, dass der Standort Altenburg bei der Vergabe für den geplanten Gefängnisneubau keine weitere Berücksichtigung findet.
Mit dieser Entscheidung sei eine weitere Chance für unsere Stadt, für neue Arbeitsplätze und Wirtschaftsförderung vergeben worden. Zudem seien die Ausschlusskriterien für Altenburg einfach nicht nachvollziehbar.
Wenn eine Stadt in Nähe zu den gemeinsamen Landesgrenzen liegt, dann sei es Altenburg. Damit wäre auch die Nähe zu den Gerichtsstandorten Gera, Leipzig und Zwickau dokumentiert.
Im übrigen sei Altenburg die einzige Gemeinde, welche einen gültigen Bebauungsplan für eine JVA vorweisen könne.
Wenn man sich in Erfurt trotzdem nicht für Altenburg entscheidet, so läge dies nicht an den Nachteilen der Skatstadt, sondern in erster Linie an der fehlenden Lobby in den Reihen der eigenen regierungstragenden Landespolitiker.
Es sei vollkommen unverständlich, dass bei anderen Entscheidungen,wie z.B. der Gebietsreform mit Stimmverweigerung gedroht wird, aber bei einer derart wichtigen Entscheidung für die Stadt es keinen Widerstand gibt, zumal Altenburg in erheblichem Maße von einer JVA wirtschaftlich profitiert hätte.
Beispiele aus anderen Städten würden belegen, dass gerade das Dienstleistungsgewerbe, aber auch das Handwerk durch eine JVA dauerhaften Nutzen ziehen.
Wenn mit großem medialen Aufwand an anderer Stelle Wachstumsinitiativen ins Leben gerufen würde, stelle sich die Frage, warum an dieser Stelle nicht für die Region gehandelt werde.
Der Wirtschaftsminister habe als Ausgleich für das Ende des Ryanair-Engagements die Ansiedlung affinen Gewerbes versprochen, ebenso das Vorantreiben des Autobahnzubringers. Von Beidem sei weit und breit nichts zu sehen.
In der Quintessenz stelle sich dann die Frage, wem eigentlich noch Parteitreue nütze? Der Stadt Altenburg und dem Landkreis offensichtlich nicht, so die Meinung von Pro Altenburg.
Rolf | 12.12.2011 19:55










