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Artikel vom: 07.06.2010
Neue Stolpersteinaktion in Altenburg
Am Sonntag, dem 6. Juni 2010, verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig den mittlerweile 23. seiner weltbekannten „Stolpersteine“ in Altenburg. Der Kommunalpolitische Ring Altenburger Land (KORA) sowie das Bündnis gegen Rechtsextremismus hatten die Aktion vorbereitet.
Die Steine waren schon vor einiger Zeit angefertigt worden, harrten aber bislang ihrer Verlegung. Grund dafür war, dass eine Angehörige beider ehemaliger Altenburger an der Aktion teilnehmen wollte. Christina Dannemann ist über ihren verstorbenen Mann mit Nathan und dessen Sohn Kurt Dannemann familiär verbunden. Die in Mönchengladbach lebende Jüdin war für die Stolperstein-Aktion zum ersten Mal nach Altenburg gekommen und von der Stadt sichtlich angetan. Nachdem sich Vertreter von KORA bereits am Samstagabend mit Christina Dannemann getroffen hatten, fanden sich knapp 20 Personen am Sonntag zur Verlegung der Stolpersteine vor dem Gebäude Kreuzstraße 26 ein.
KORA-Vorsitzender Christian Repkewitz sprach ein paar begrüßende Worte, während der Künstler bereits die Steine im Gehweg einsetzte. Repkewitz informierte über die zwei Personen, denen die Stolperstein-Aktion gewidmet war. Nathan Dannemann, 1878 in Stettin geboren, kam 1912 mit seiner nicht-jüdischen Ehefrau Alwine und ihrem gemeinsamen Sohn Kurt nach Altenburg. Bei den Altenburgerinnen und Altenburgern waren „Dannemanns“ vor allem wegen ihrer beruflichen Tätigkeit bekannt, führte doch Nathan Dannemann das bekannte Salamander-Schuhgeschäft in der Sporenstraße 11. Doch auch diesen erfolgreichen jüdischen Kaufmann sollte schon bald der Judenhass der Nazis einholen. So war er einer der dreizehn Altenburger Juden, die am frühen Morgen des 10. November 1938 von den Nazi-Schergen in „Schutzhaft“ genommen wurden. Am Zwei Tage später kam er in das KZ Buchenwald. Zwar wurde der Kaufmann aus dem Konzentrationslager entlassen, erlag aber am 29. November 1938 den Haftfolgen. Er brach tot in seinem Schuhgeschäft zusammen. Dieses wurde schon bald demoliert, weil sich Alwine und Kurt Dannemann geweigert hatten, das Geschäft aufzugeben, später wurde der Schuh-Laden „arisiert“. Im Oktober 1942 wurde der 1905 in Berlin geborene Kurt Dannemann ins KZ Buchenwald verschleppt, nach Auschwitz deportiert und dort wohl am 17. November 1942 ermordet.
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Die Steine waren schon vor einiger Zeit angefertigt worden, harrten aber bislang ihrer Verlegung. Grund dafür war, dass eine Angehörige beider ehemaliger Altenburger an der Aktion teilnehmen wollte. Christina Dannemann ist über ihren verstorbenen Mann mit Nathan und dessen Sohn Kurt Dannemann familiär verbunden. Die in Mönchengladbach lebende Jüdin war für die Stolperstein-Aktion zum ersten Mal nach Altenburg gekommen und von der Stadt sichtlich angetan. Nachdem sich Vertreter von KORA bereits am Samstagabend mit Christina Dannemann getroffen hatten, fanden sich knapp 20 Personen am Sonntag zur Verlegung der Stolpersteine vor dem Gebäude Kreuzstraße 26 ein.
KORA-Vorsitzender Christian Repkewitz sprach ein paar begrüßende Worte, während der Künstler bereits die Steine im Gehweg einsetzte. Repkewitz informierte über die zwei Personen, denen die Stolperstein-Aktion gewidmet war. Nathan Dannemann, 1878 in Stettin geboren, kam 1912 mit seiner nicht-jüdischen Ehefrau Alwine und ihrem gemeinsamen Sohn Kurt nach Altenburg. Bei den Altenburgerinnen und Altenburgern waren „Dannemanns“ vor allem wegen ihrer beruflichen Tätigkeit bekannt, führte doch Nathan Dannemann das bekannte Salamander-Schuhgeschäft in der Sporenstraße 11. Doch auch diesen erfolgreichen jüdischen Kaufmann sollte schon bald der Judenhass der Nazis einholen. So war er einer der dreizehn Altenburger Juden, die am frühen Morgen des 10. November 1938 von den Nazi-Schergen in „Schutzhaft“ genommen wurden. Am Zwei Tage später kam er in das KZ Buchenwald. Zwar wurde der Kaufmann aus dem Konzentrationslager entlassen, erlag aber am 29. November 1938 den Haftfolgen. Er brach tot in seinem Schuhgeschäft zusammen. Dieses wurde schon bald demoliert, weil sich Alwine und Kurt Dannemann geweigert hatten, das Geschäft aufzugeben, später wurde der Schuh-Laden „arisiert“. Im Oktober 1942 wurde der 1905 in Berlin geborene Kurt Dannemann ins KZ Buchenwald verschleppt, nach Auschwitz deportiert und dort wohl am 17. November 1942 ermordet.
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Quelle:
PM KORA/tv.altenburg










