Fast wirkte sie noch etwas verschüchtert, angesicht des Medienaufgebotes. Doch damit wird Dr. Julia Nauhaus künftig öfter umgehen müssen. Als neue Direktorin des Lindenaumuseums wird die 36jährige einem der führenden Thüringer Museen mit internationaler Reputation vorstehen. Auf einer Pressekonferenz im Landratsamt wurde heute die künftige Chefin des Museums vorgestellt.
Mitte des Jahres geht die langjährige Direktorin des Hauses, Jutta Penndorf, in den Ruhestand. Ab dann zeichnet die gebürtige Zwickauerin verantwortlich. Sie wolle nicht alles anders machen, aber durchaus weiterführende Impulse setzen, erläuterte Nauhaus auf Anfrage der Medienvertreter.
Derzeit ist die promovierte Kunst- und Literaturhistorikerin noch beim Städtischen Museum Braunschweig beschäftigt. Hier kalaogisierte sie u.a. 2.000 Gemälde der hauseigenen Sammlung. Auch in Altenburg sieht sie eine ihrer künftigen Hauptaufgaben in der Digitalisierung der Bestände.Das "Studio Bildende Kunst" wolle sie noch mehr im Museum verankern und auch das Museum mehr aus dem Schatten-Dasein holen.
Eine Auswahlkommission hatte sich aus zahlreichen Bewerbungen für Nauhaus entschieden und heute konnte die künftige Direktorin ihren Arbeitsvertrag unterschreiben.
Die scheidende Direktorin, Jutta Penndorf, gab der Nachfolgerin einen Tipp mit auf den Weg. "Man muss in Altenburg Wurzeln schlagen, man muss zur Stadt gehören." Das sei ihr leider nicht immer gelungen. Dr. Julia Nauhaus hofft, genau das zu erreichen. Derzeit ist sie in Altenburg auf Wohnungssuche.

Dr. Julia Nauhaus
Ein Leser | 4.01.2012 13:49










