Wer dieser Tage am Pauritzer Teich vorbeikommt und seine Blicke aufs Residenzschloss richtet, sieht, dass an der Fassade ein Gerüst hochgezogen wurde. Der Grund: Die äußere Zwingermauer wird in dem Bereich auf einer Länge von rund 80 Metern instand gesetzt. Damit läuft der dritte und letzte Bauabschnitt. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird die gesamte äußere Zwingermauer des Residenzschlosses saniert sein.Um die Standfestigkeit des Jahrhunderte alten Bauwerks zu verbessern, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. So werden Kleinverpresspfähle eingebracht und die Mauer durch sogenanntes Vernadeln stabilisiert. Zur weiteren Instandsetzung wird das Mauerwerk zudem neu verfugt, verwitterte Steine müssen ausgetauscht und schadhafte Teile ausgebessert werden. Die skizzierten Arbeiten sind anspruchsvoll und aufwändig. Anschließend soll die Mauer möglichst originalgetreu wieder verputzt werden.
Die in den ersten beiden Bauabschnitten gesammelten Erfahrungen besagen, dass die Fertigstellung des dritten Abschnitts bis November dieses Jahres geschafft sein wird.Die Untersuchungen, die gezeigt hatten, dass die Instandsetzung der insgesamt etwa 300 Meter langen Mauer vollständig erforderlich ist, liegen schon Jahre zurück. Rund 100 Meter wurden bereits in den Jahren 2001 und 2002 saniert, nachdem es zu einem Teileinbruch gekommen war. Die Maßnahmen des zweiten Bauabschnitts begannen 2008 und konnten im Vorjahr abgeschlossen werden (die Pressestelle berichtete). Die Kosten für die ersten beiden Abschnitte summierten sich auf rund 840.000 Euro, für die Finanzierung der jetzt laufenden Maßnahmen des letzten Bauabschnitts werden voraussichtlich 410.000 Euro benötigt. Summa summarum entstehen nach heutigem Kenntnisstand für die Sanierung aller drei Abschnitte der Zwingermauer Kosten in Höhe von rund 1,25 Millionen Euro. 80 Prozent der Kosten tragen Bund und Land, 20 Prozent muss die Stadt aus Eigenmitteln beisteuern. Die bisherigen und die kommenden Instandsetzungsarbeiten haben den Erhalt des historischen Erscheinungsbildes der Mauer zum Ziel, die, wie die gesamte Schlossanlage, unter Denkmalschutz steht. Die Mauer ist außen im Mittel vier bis fünf Meter hoch, innen im Mittel knapp drei Meter. Die Breite der Mauer beträgt im Schnitt zwei Meter im unteren Bereich und immerhin noch rund 70 Zentimeter im oberen Bereich.










