Vor der Sitzung des Altenburger Stadtrates am 26. August wendet sich der Vorstand von Haus und Grund in Altenburg noch einmal mit einem Appell an die Altenburger Volksvertreter: "Steitgespräche sind nützlich und können die Lösung eines Problems konstruktiv beeinflussen. Bei der gegenwärtigen Diskussion über das 'Areal am Markt' entsteht jedoch der Eindruck, dass mehr ums Prinzip als um eine sachliche, dem Wohle der Stadt dienende Lösung gestritten wird. Es ist höchste Zeit, dass ein vernünftiger Kompromiss gefunden wird! Bitte tragen Sie durch eine sachliche Debatte dazu bei, dass wir schon bald zu einem tragfähigen Beschluss kommen!"
Der Vorstand verweist in diesem Zusammenhang auf einen Vortrag , den eine anerkannte Professorin aus Köln bereits vor einigen Jahren im Goldenen Pflug gehalten hat. Sie hatte damals den Standpunkt vertreten, dass man an einem Gebäude durchaus erkennen darf, wann es gebaut worden ist. Für Haus und Grund sind sowohl der Neubau des NKD-Kaufhauses (heute Rossmann) am Markt als auch das Wohn- und Geschäftshaus "An der Brüderkirche 3" gelungene Belege für diese Einstellung zum Umgang mit Neubauten in historischem Umfeld. Vor diesem Hintergrund stehen der Vorstand und die Mitglieder von Haus und Grund dem Projekt "Areal am Markt" nicht ablehnend gegenüber, fordern die Planer jedoch auf, zum Beispiel bei der Fassadengestaltung nachzubessern: "Die im Bebauungsplan veröffentlichten Fassaden schrecken sicherlich ab. Hier bedarf es aus unserer Sicht Verbesserungen, die in der Ausführungsplanung unbedingt beachtet werden sollten." Grundsätzlich sieht die Eigentümerschutz-Gemeinschaft in einer zeitgemäßen Bebauung einen höheren Imagegewinn für die Stadt als in dem verwahrlosten Komplex wie er sich heute den Altenburgern und ihren Gästen präsentiert.
Zwei weitere Aspekte, die die Stadträte aus Sicht von Haus und Grund bei Ihrer Diskussion und Entscheidungsfindung beachten sollten, sind zum einen die steigende Nachfrage nach modernem, barrierefreien Wohnen in der Innenstadt sowie zum anderen das Lernen aus den Fehlern in der Vergangenheit: "Dem 'Areal am Markt' darf nicht das gleiche Schicksal beschieden sein wie der Bebauung an der Pauritzer Straße!










