Am 25. Oktober 1989 fand in Altenburg die erste Großdemonstration der friedlichen Revolution gegen die herrschenden Verhältnisse statt. Am vergangenen Sonntag, also genau 20 Jahre nach dem denkwürdigen Ereignis, wurde auf dem Altenburger Marktplatz die Wanderausstellung „Plätze der Demokratie“ eröffnet, die mittlerweile weitergezogen ist. Mit der Ausstellung unter freiem Himmel, die auf großen Schautafeln Abbildungen von Original-Dokumenten aus mehreren Thüringer Städten zeigte, und einem kleinen Rahmenprogramm wurde an die friedliche Revolution erinnert. Zu den Rednern an dem „Tag der Erinnerung“ gehörten Pfarrer Reinhard Kwaschik, Johannes Ungvári, 1990 erster frei gewählter Bürgermeister der Stadt, Hildigund Neubert, Thüringer Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR sowie Andreas Bley, Leiter der Außenstelle Gera der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.Verschiedene Vereine und Institutionen aus Altenburg haben sich auf der Bühne sowie an Informationsständen den Gästen präsentiert.
Darüber hinaus nutzten zahlreiche Besucher die Möglichkeit, in den von der Arbeitsgruppe bereit gestellten Informationen zum Runden Tisch in Altenburg sowie Kopien des „klartext“ und des „Altenburger Wochenblatt“ zu stöbern. Großer Beliebtheit erfreute sich auch der Dokumentarfilm „Bis an die Grenzen“, der auf einer Leinwand am Rathaus vorgeführt wurde.Mit Hunderten von bunten Teelichtern begaben sich gegen 18 Uhr noch viele Menschen in die Brüderkirche, wo zum Abschluss der Veranstaltung genau wie vor zwanzig Jahren ein Friedensgebet stattfand.
Die Lichter, die auf den Stufen vor der Brüderkirche abgestellt wurden, ließen die Symbolik der friedlichen Revolution noch einmal deutlich werden.Der „Tag der Erinnerung“ war die vorletzte Veranstaltung der Arbeitsgruppe im Rahmen des Jubiläums „20 Jahre friedliche Revolution“. Ihren Abschluss finden die Aktionen mit einem zweiten Podiumsgespräch am 4. November (Mittwoch) um 19 Uhr im Großen Ratssaal des Rathauses. Es trägt den Titel „Bewegte Zeiten – vom Runden Tisch zu freien Wahlen“ und wird von Pfarrer Reinhard Kwaschik moderiert. Als Podiumsgäste stehen Peter Gzik, Volker Schemmel, Johannes Ungvári und Margard Wohlfarth den Gästen Rede und Antwort. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.Die Veranstalter, die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Altenburg sowie die Stadt Altenburg, möchten sich auf diesem Wege nochmals recht herzlich bei allen Vereinen und sonstigen Akteuren bedanken, die zum Gelingen des „Tages der Erinnerung“ beigetragen haben.
26. Aug 2010 20:16:05
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