Soll das Haus bei der Brüderkirche 9 dem Projekt Areal am Topfmarkt weichen? Dieser Streit wird vermutlich zur morgigen Stadtratssitzung einen Höhepunkt erreichen. Von Denkmalschützern wird dabei angeführt, dass das Gebäude ein Bau des Architekten Johann-Georg Hellbrunn sei. Alljährlich vergibt die Stadt Altenburg einen gleichlautenden Denkmalschutzpreis.
Doch offensichtlich ist keineswegs der Architekt, der u.a. auch für das Seckendorffsche Pailais verantwortlich zeichnete, der Planer dieses Hauses. Schon 1993 veröffentlichte Dr. Karl-Heinz Gehlauf im Altenburger Hauskalender eine vollständige Liste aller Hellbrunn-Häuser. "Bei der Brüderkirche 9" sucht man hier vergebens.
Auch weitere Forschungen zum Thema Hellbrunn haben keine Verbindung zwischen Haus und Architekt zu Tage gefördert. Vermutlich entstand das Gebäude erst nach dem Tod des Herzoglichen Baumeisters. auch entspricht es keineswegs den typischen Bauten Hellbrunns.
Auch in Denkmalschutzkreisen soll dies bekannt gewesen sein. Trotzdem wurde gerade die Verbindung zu Hellbrunn genutzt, um den Abriß zu verhindern. Auch im Rahmen der morgigen Stadtratssitzung wird mit Protesten gerechnet.










