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Artikel vom: 07.12.2011
Ausschreibung zum Flugplatzverkauf ohne Erfolg
Kreisausschuss misstraut weiteren Verhandlungen
Entgegen gestrigen Medienmeldungen scheint der Verkauf des Flugplatzes Altenburg-Nobitz doch problematischer zu sein. So hatte das Landratsamt mitgeteilt, dass die Verkaufsverhandlungen mit einem Bieter positiv verlaufen würden. Nach internen Informationen musste die Kreisverwaltung im Kreisausschuss aber zugeben, dass es auf die Ausschreibung des Landkreises zum Verkauf kein verwertbares Angebot für den Flugplatz gegeben habe. Die Ausschreibung sei damit ohne Erfolg abgeschlossen. Allerdings hätte sich nach dem Abschluss des erfolglosen Verkaufsversuches ein neuer Bieter gefunden. Genau für diese Verhandlung wollte Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos) das Votum des Kreisausschusses, um allein mit dem Bieter verhandeln zu können. Allerdings wurde dies verwehrt und stattdessen zwei Vertreter des Ausschusses benannt, die im Rahmen der Verhandlung dabei sein müssen.
Dies verdeutlicht, das Misstrauen des Kreistages gegenüber den "dubiosen Verhandlungen", wie ein Eingeweihter gegenüber unserer Redaktion äußerte. So hatte es schon bis Mitte des Jahres einen angeblichen Kaufinteressenten für den Flugplatz gegeben. Nähere Informationen erhielt der Kreistag dazu nicht. Erst nach Forderung der SPD-Fraktion nach Akteneinsicht war klar, dass offenbar schon zu Beginn des Jahres keine ernsthaften Gespräche über einen Verkauf mehr geführt wurden.
So reiht sich der Versuch des Verkaufes des Flugplatzes in eine ganze Reihe von bemerkenswerten Verkaufsversuchen von Kreiseigentum. Einst verliefen die Verhandlungen mit dem Unternehmen Tanniveld Finanzholding Schweiz AG (hinter dem u.a. eine Grüne Igel GmbH aus der Schweiz stand) über den Verkauf des Schlosses Tannenfeld im Sande. Das vom Landrat als ernst zu nehmender Investor vorgestellte Unternehmen wurde bei einer Präsentation seines Vorhabens von einer Geraer Physiotherapeutin vertreten.
Auch der jetzt geplatzte Deal mit einem Investor für eine Pflegeeinrichtung in Meuselwitz soll in Verhandlungen im kleinsten Kreis gelaufen sein. Erst stoppte der Kreistag weitere Verhandlungen mit einem, aus der Sicht der meisten Vertreter, zu niedrigen Preis. Die letztlich geforderten 550.000 Euro für den Anteil des Landkreises am Pflegeheim hätte der Investor zu großen Teilen nicht einmal selbst finanzieren müssen. Dieser wollte die Einrichtung als vorübergehende Investition bis zur Fertigstellung eines eigenen Gebäudes in einigen Jahren nutzen. Zu einem späteren Zeitpunkt hätte die Stadt Meuselwitz diesen Anteil zurück gekauft, um eine weitere eigene Nutzung des Gebäudes zu ermöglichen. Den Preis für den Rückkauf hätte Meuselwitz aber schon jetzt zahlen sollen. Ein Nullsummenspiel für den Investor und eine Aufbesserung der Kasse des Landkreises inklusive. Doch auch dieser Deal ist jetzt geplatzt.
Ob die aktuellen Verhandlungen zum Flugplatzverkauf tatsächlich von Erfolg gekrönt sein werden, daran haben viele Kreistagsmitglieder ihre Zweifel. So habe der angebliche Investor Forderungen an den Verkauf gestellt, denen der Landkreis nicht nachkommen könne, die auch nie Bestandteil der vorherigen Ausschreibung gewesen seien. Aber vielleicht bewirbt sich der Investor auch gerade deswegen außerhalb der vom Kreistag genehmigten Ausschreibung.
Dies verdeutlicht, das Misstrauen des Kreistages gegenüber den "dubiosen Verhandlungen", wie ein Eingeweihter gegenüber unserer Redaktion äußerte. So hatte es schon bis Mitte des Jahres einen angeblichen Kaufinteressenten für den Flugplatz gegeben. Nähere Informationen erhielt der Kreistag dazu nicht. Erst nach Forderung der SPD-Fraktion nach Akteneinsicht war klar, dass offenbar schon zu Beginn des Jahres keine ernsthaften Gespräche über einen Verkauf mehr geführt wurden.
So reiht sich der Versuch des Verkaufes des Flugplatzes in eine ganze Reihe von bemerkenswerten Verkaufsversuchen von Kreiseigentum. Einst verliefen die Verhandlungen mit dem Unternehmen Tanniveld Finanzholding Schweiz AG (hinter dem u.a. eine Grüne Igel GmbH aus der Schweiz stand) über den Verkauf des Schlosses Tannenfeld im Sande. Das vom Landrat als ernst zu nehmender Investor vorgestellte Unternehmen wurde bei einer Präsentation seines Vorhabens von einer Geraer Physiotherapeutin vertreten.
Auch der jetzt geplatzte Deal mit einem Investor für eine Pflegeeinrichtung in Meuselwitz soll in Verhandlungen im kleinsten Kreis gelaufen sein. Erst stoppte der Kreistag weitere Verhandlungen mit einem, aus der Sicht der meisten Vertreter, zu niedrigen Preis. Die letztlich geforderten 550.000 Euro für den Anteil des Landkreises am Pflegeheim hätte der Investor zu großen Teilen nicht einmal selbst finanzieren müssen. Dieser wollte die Einrichtung als vorübergehende Investition bis zur Fertigstellung eines eigenen Gebäudes in einigen Jahren nutzen. Zu einem späteren Zeitpunkt hätte die Stadt Meuselwitz diesen Anteil zurück gekauft, um eine weitere eigene Nutzung des Gebäudes zu ermöglichen. Den Preis für den Rückkauf hätte Meuselwitz aber schon jetzt zahlen sollen. Ein Nullsummenspiel für den Investor und eine Aufbesserung der Kasse des Landkreises inklusive. Doch auch dieser Deal ist jetzt geplatzt.
Ob die aktuellen Verhandlungen zum Flugplatzverkauf tatsächlich von Erfolg gekrönt sein werden, daran haben viele Kreistagsmitglieder ihre Zweifel. So habe der angebliche Investor Forderungen an den Verkauf gestellt, denen der Landkreis nicht nachkommen könne, die auch nie Bestandteil der vorherigen Ausschreibung gewesen seien. Aber vielleicht bewirbt sich der Investor auch gerade deswegen außerhalb der vom Kreistag genehmigten Ausschreibung.
Quelle:
Altenburg TV
Kommentare
Leser X | 8.12.2011 14:17
Hallo Graue Maus,
schätze mal, ganz so grau, wie Sie sich geben, sind Sie dann wohl doch nicht. Ihre Aussage: „unser aller Landrat" mag objektiv richtig sein, dennoch sollten Sie davon auszugehen, dass es Menschen gab, die bei der letzten Landratswahl dem Aufruf der sogenannten Möchtegern-VIPs in der Presse, den ich heute gern veröffentlichen würde, wenn ich ihn noch hätte, nicht folgten. Ihrer Ausführung: „kein Finale mit verdientem Applaus“, die ich persönlich als inakzeptable Leistungen interpretiere, kann ich nicht widersprechen und die Berichterstattung örtlicher Medien, wie sollte es anders sein, ist selten neutral und insofern selten gut. Dem Dank an TV Altenburg kann ich nicht folgen, da ich auch hier interessenorientierte Berichte lese oder Beiträge feststelle, die mich an die Meinung irgendwelcher hochbetagter Herrschaften erinnern. Eines hat der oben angeführte Artikel dann aber doch: Er lässt enormen Raum für Spekulationen darüber, was im Landratsamt, fernab der Öffentlichkeit, so läuft …
Graue Maus | 7.12.2011 11:43
Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, wie optimistisch unser aller Landrat wichtige Entscheidungen darstellt. Dabei ist das Wort "darstellt" das entscheidende. Mit leeren Hüllen jongliert er gern. Nur kommt es nie zum Finale mit verdientem Applaus. Dass sich aber auch örtliche Medien zum Spielball machen lassen - ohne Hintergrundrecherche –, finde ich dann doch bedenklich. Denn die Medien sind es letztlich, die öffentliche Meinung bilden und einen Auftrag haben, der sich allumfassend und in erster Linie an Wahrheitsgrundsätzen ausrichten sollte. Danke tv.altenburg, für AUFKLÄRENDE Nachrichten.










