Das Lindenau-Museum Altenburg vergab am 11. September 2011 zum achten Mal den Gerhard-Altenbourg-Preis. Preisträger des Jahres 2010 ist der israelische Künstler Micha Ullman. Aus diesem Grund lädt das Lindenau-Museumam
Samstag, 17. September 2011, 15 Uhr
zu einer Führung durch die Ausstellung mit Jutta Penndorf
Der israelische Künstler Micha Ullman, dessen Eltern 1933 aus dem westthüringischen Ort Dorndorf nach Palästina emigrierten, wurde 1939 in Tel Aviv geboren. Er lebt in Ramat Hasharon in der Nähe von Tel Aviv. Der Künstler widmete sein ganzes Werk den Fragen der Erinnerung, des Verschwindens, der Abwesenheit und der Spuren: Was können wir erkennen, was können wir wissen, wie, warum und woran erinnern wir uns? Das sind die zentralen Fragen seiner Kunst. Der rote Sand seiner Heimat ist das Haupt-Motiv eines oftmals bis zum Äußersten reduzierten Werks, das dennoch nicht einfach dem Minimalismus zuzurechnen ist. Jede Geste, jede Form trägt eine Bedeutung in sich, die weit über das Material hinausweist, ohne jedoch symbolhaft verstanden werden zu können. In einer nur ihm eigenen Ästhetik der Langsamkeit hat Micha Ullman unser Verständnis von Skulptur in neue Bahnen gelenkt. Seine Arbeiten sind offene Räume der Gedanken und des Gedenkens. Sie wurzeln in der jüdischen Kultur und sind zugleich universell zu erfahren.
In der Ausstellung des Lindenau-Museums zeigt Micha Ullman Zeichnungen zum Thema „ECHO“ von 2003/2004 sowie eine große für Altenburg konzipierte Raumskulptur und damit in Zusammenhang stehende Zeichnungen von 2010 und 2011 – die neuen Arbeiten nehmen Bezug auf die Thüringer Herkunft der Familie des Künstlers.










