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Artikel vom: 28.06.2010
Prinzenraub in sechster Auflage
Der Prinzenraub in seiner sechsten Auflage. Zum zweiten mal wird das Stück „War’n zwei Brüder einst in Sachsen“ von Karin Lange aufgeführt. Zum zweiten mal spielt man in Richtung des Altenburger Hausmannsturmes und hat so eine mehr als imposante Kulisse. Auf mehreren Ebenen führt die Handlung nach Altenburg, Prag oder Freiberg.
Schon vorab hatte Regisseur Lutz Gotter Einiges an Änderungen, im Gegensatz zum Vorjahr, angekündigt. Vor allem das Stück zu straffen, war das erklärte Ziel. Aus ca. 2,5 Stunden ist mittlerweile eine Vorstellung von zwei Stunden und fünfzehn Minuten geworden.
Der Prinzenraub präsentiert sich 2010 als das, was für ein Festspiel Sinn macht. Eine Mischung aus Theater, Musical, Zirkus und Show. So singen die Protagonisten mehr als zuvor und noch mehr Effekte lassen den Altenburger Schlosshof erwachen.
Dabei kann Gotter auf ein schlüssiges Ensemble an Schauspielern zurückgreifen. Neben den 200 ehrenamtlichen Mitspielern sind es vor allem die Darsteller aus dem Theater, die dem Stück Würze verleihen.
Die Hauptrollen sind wirklich großartig besetzt. Jörg Steinberg als Kunz, dem es sichtlich Spaß macht, sich, auch bei kühleren Temperaturen, ins kalte Wasser der Pferdetränke zu stürzen, brilliert ebenso wie Vanessa Rose als Trina. Letztere ist die bessere Wahl als im Jahr zuvor. Deutlich jünger als im letzten Jahr, ist Trina eine Figur geworden, mit der man sich, auch in jüngerem Alter, identifizieren kann.
Mechthild Scrobanita als Albrecht ist mittlerweile fast ein Selbstläufer. Ein wirklich guter Regieeinfall eines Running Gag sei erwähnt. Albrechts Abgang aus den meisten Szenen wird durch eine ihn verfolgende Schar aus Ammen und Kindermädchen begleitet.
2010 lebt das Stück vor allem auch durch die perfekte Besetzung von vielen Nebenrollen. Peter Prautzsch vermag es als Kanzler Haugwitz, feine Zwischentöne bis in die letzte Reihe der ca. 1000 Besucher fassenden Zuschauertribüne zu übermitteln. Auch Karin Kundt-Petters als Kurfürstin und ihr Gemahl, gespielt von Manuel Kressin, überzeugen.
Allerdings sind der Straffung der Gesamtlaufzeit hauptsächlich Szenen aus dem zweiten Teil zum Opfer gefallen. Am Ende geht dann alles sehr schnell, zu schnell. Die Köhlerszene verkommt zu einer Klamaukszene, die Prinzen sind, vollkommen ohne Dramatik, beide wieder da und Kunzens Hinrichtung passiert ganz nebenbei an der Seite der Spielfläche. Hier würde man sich dann doch die Action wünschen, die zwei Drittel des Prinzenraubes ausmachen. Gern könnte man dafür auf die Sprechchöre verzichten, welche die Spannung und Emotionen leider immer wieder einmal unterbrechen.
Doch damit bliebe für das Prinzenraubteam durchaus Raum für die Arbeit im Jahr 2011, denn nichts wäre ja langweiliger, als im nächsten Jahr wieder das Gleiche zu spielen. Obwohl die erwähnte Mischung aus Theater, Musical, Spektakel und Zirkus genau in die Erwartungen an Unterhaltung unserer Zeit passen. Ein unterhaltsamer und lauschiger Abend auf dem Altenburger Schloss ist garantiert.
Schon vorab hatte Regisseur Lutz Gotter Einiges an Änderungen, im Gegensatz zum Vorjahr, angekündigt. Vor allem das Stück zu straffen, war das erklärte Ziel. Aus ca. 2,5 Stunden ist mittlerweile eine Vorstellung von zwei Stunden und fünfzehn Minuten geworden.
Der Prinzenraub präsentiert sich 2010 als das, was für ein Festspiel Sinn macht. Eine Mischung aus Theater, Musical, Zirkus und Show. So singen die Protagonisten mehr als zuvor und noch mehr Effekte lassen den Altenburger Schlosshof erwachen.
Dabei kann Gotter auf ein schlüssiges Ensemble an Schauspielern zurückgreifen. Neben den 200 ehrenamtlichen Mitspielern sind es vor allem die Darsteller aus dem Theater, die dem Stück Würze verleihen.
Die Hauptrollen sind wirklich großartig besetzt. Jörg Steinberg als Kunz, dem es sichtlich Spaß macht, sich, auch bei kühleren Temperaturen, ins kalte Wasser der Pferdetränke zu stürzen, brilliert ebenso wie Vanessa Rose als Trina. Letztere ist die bessere Wahl als im Jahr zuvor. Deutlich jünger als im letzten Jahr, ist Trina eine Figur geworden, mit der man sich, auch in jüngerem Alter, identifizieren kann.
Mechthild Scrobanita als Albrecht ist mittlerweile fast ein Selbstläufer. Ein wirklich guter Regieeinfall eines Running Gag sei erwähnt. Albrechts Abgang aus den meisten Szenen wird durch eine ihn verfolgende Schar aus Ammen und Kindermädchen begleitet.
2010 lebt das Stück vor allem auch durch die perfekte Besetzung von vielen Nebenrollen. Peter Prautzsch vermag es als Kanzler Haugwitz, feine Zwischentöne bis in die letzte Reihe der ca. 1000 Besucher fassenden Zuschauertribüne zu übermitteln. Auch Karin Kundt-Petters als Kurfürstin und ihr Gemahl, gespielt von Manuel Kressin, überzeugen.
Allerdings sind der Straffung der Gesamtlaufzeit hauptsächlich Szenen aus dem zweiten Teil zum Opfer gefallen. Am Ende geht dann alles sehr schnell, zu schnell. Die Köhlerszene verkommt zu einer Klamaukszene, die Prinzen sind, vollkommen ohne Dramatik, beide wieder da und Kunzens Hinrichtung passiert ganz nebenbei an der Seite der Spielfläche. Hier würde man sich dann doch die Action wünschen, die zwei Drittel des Prinzenraubes ausmachen. Gern könnte man dafür auf die Sprechchöre verzichten, welche die Spannung und Emotionen leider immer wieder einmal unterbrechen.
Doch damit bliebe für das Prinzenraubteam durchaus Raum für die Arbeit im Jahr 2011, denn nichts wäre ja langweiliger, als im nächsten Jahr wieder das Gleiche zu spielen. Obwohl die erwähnte Mischung aus Theater, Musical, Spektakel und Zirkus genau in die Erwartungen an Unterhaltung unserer Zeit passen. Ein unterhaltsamer und lauschiger Abend auf dem Altenburger Schloss ist garantiert.
Quelle:
tv.altenburg
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