Altenburg, 21.07.2017 16:50 Uhr

Regionales

Aufbau-Frauen auf zweitem Platz

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben ihre Saison in der Thüringenliga auf dem Silberrang abgeschlossen. Vor heimischem Publikum deklassierte das Team von Trainergespann Ronny Bärbig und Antonio Rohr mit einem 38:18 den Tabellenletzten aus Nordhausen. Weil das Team jedoch in der parallel ausgetragenen Partie des SV Hermsdorf gegen den SSV Saalfeld nicht auf Schützenhilfe hoffen konnte, verpassten die Aufbau-Damen ihre zweiten Meistertitel in Folge. Neuer Thüringenmeister ist nunmehr die Mannschaft aus der Feengrottenstadt. Nichtsdestotrotz feierte das Team eine gelungene Saison, deren Highlight noch bevorsteht.
Weil die Aufbau-Frauen am kommenden Samstag im Goldenen Pflug im Pokalfinale auf den THC Erfurt/ Bad Langensalza II treffen, begann Cheftrainer Bärbig, um Kräfte zu schonen, gleich mal mit einer verjüngten Aufstellung, in der die beiden Youngsters Vivien Klöppel und Jenniffer Vogel auf den Außenpositionen aufliefen. Zwischen die beiden jungen Sportlerinnen gesellten sich dann mit Laura Winkler, Claudia Voigt und Nancy Mahnstein drei erfahrene Spielerinnen, die die Partie möglichst frühzeitig an sich reißen sollten. Nach ein paar Startschwierigkeiten, in denen das Tabellenschlusslicht sogar die 2:4-Führung für sich beanspruchte, sollte das auch gelingen. Beim 6:5 in der 15. Minuten sorgte nämlich Nancy Mahnstein für die erste Führung auf Altenburger Seite und zündete damit den Aufbau-Express. Durch einen Doppelschlag von Yvonne Dietrich und ein sehenswertes Tor von Geburtstagskind Carolin Lange, bauten die Skatstädterinnen ihren Vorsprung auf vier Treffer aus. Bis zur Halbzeit hatte das stark verjüngte Gästeteam seinen Faden aus der Anfangsphase jedoch verloren - auch dank der nun besser harmonierenden Ostthüringerinnen. Sowohl im Abwehr- als auch Angriffsverband lief nun vieles effektiver zusammen, sodass sich das Team bereits mit einem deutlich 17:7-Halbzeitstand in die Pause verabschiedete.
In den zweiten 30 Minuten hatte Nordhausen nichts mehr entgegenzusetzen, sodass Aufbau munter sein Spiel aufzog und sich kontinuierlich seinem 14. Saisonsieg entgegenschob. Dass es am Ende sogar ein Triumph mit 20! Toren Abstand wurde, zeigt die Klasse der Altenburgerinnen, die sich in dieser Saison noch mehr als Team präsentierten. Bedenkt man, dass die Mannschaft nach ihrem Überraschungstitel aus dem Vorjahr über weite Strecken der Saison gleich auf zwei wichtige Leistungsträger - Rückraumspielerin Stefanie Lingk sowie Torhüterin Gina Perkowski - verzichten, und oftmals wichtige Akteure kompensieren musste, ist der Vize-Meistertitel hoch anzurechnen. Sich dies trotz des knappen Verlustes des Meistertitels bewusst zu machen, sollte Kräfte für das nun bevorstehende Highlight freisetzen.
Scheiterte man im Vorjahr noch im Viertelfinale und 2015 im Halbfinale an der Bundesliga-Reserve des THC, stehen die Aufbau-Frauen nun wieder im Finale. Erstmals werden die Finalspiele der Frauen und der Männer zudem in der Skatstadt ausgetragen, was nicht nur für die Aufbau-Frauen, sondern auch für deren Fans eine absolute Krönung ist. „Wir wollen die Erfurterinnen so lange wie möglich ärgern, sind hochmotiviert und freuen uns riesig auf dieses Spiel", betonte Bärbig in Hinblick auf den Samstagskracher. Und dass die Altenburger Zuschauer für mächtig Stimmung sorgen können, das haben sie bereits am vergangenen Wochen bei den beiden Spielen der Damen und der Herren gezeigt. Einem gelungenen Saisonabschluss steht also nichts im Wege.
Aufbau spielte mit: Nater, Perkowski (beide im Tor), Dietrich (4 Tore), Lange (6), Klöppel (4/3), Winkler (2/1), Voigt (8/1), Mahnstein (2), Ebersbach (6), Vogel (1), Bärbig (5/1)

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